Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist erneut gesunken. Nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) gab es Mitte des Jahres nur noch rund 16.800 Apotheken – das sind etwa 240 weniger als noch vor einem halben Jahr. Der Rückgang setzt einen Trend fort, der bereits seit Jahren anhält.
Präsident warnt vor längeren Wegen
Verbandspräsident Thomas Preis warnte vor den Folgen für die medizinische Versorgung: „Für viele Menschen werden die Wege zur nächsten Apotheke immer weiter.“ Vor allem in ländlichen Regionen könne die Schließung von Apotheken zu erheblichen Versorgungsproblemen führen.
Hintergrund: Warum schließen so viele Apotheken?
Als Hauptgründe für den Rückgang nennt die ABDA:
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Fachkräftemangel, insbesondere bei approbierten Apothekern.
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Steigende Betriebskosten bei gleichzeitig stagnierenden Vergütungen.
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Hoher bürokratischer Aufwand, der kleinere Betriebe belastet.
Seit 2008 ist die Zahl der Apotheken in Deutschland um rund 15 Prozent zurückgegangen.
Reformgesetz soll gegensteuern
Um den Negativtrend zu stoppen, fordert der Verband die schnelle Umsetzung des angekündigten Apothekenreformgesetzes. Geplant sind unter anderem flexiblere Öffnungszeiten, mehr digitale Angebote und attraktivere Rahmenbedingungen für Apotheker, um den Beruf wieder attraktiver zu machen.