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Ozzy Osbourne ist tot – Rock-Ikone stirbt mit 76 Jahren

NoName_13 (CC0), Pixabay

Die Rockwelt trauert: Ozzy Osbourne, Mitbegründer von Black Sabbath und selbsternannter „Prince of Darkness“, ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Das bestätigte seine Familie in einem Statement: „Mit mehr Trauer, als Worte ausdrücken können, müssen wir mitteilen, dass unser geliebter Ozzy Osbourne heute Morgen verstorben ist. Er war von seiner Familie und Liebe umgeben.“

Weniger als drei Wochen zuvor hatte der schwer kranke Musiker noch ein emotionales Abschiedskonzert in seiner Heimatstadt Birmingham gespielt – unterstützt von Weggefährten und Bands wie Metallica und Guns N’ Roses. Die genaue Todesursache wurde nicht genannt. Osbourne litt seit Jahren unter diversen gesundheitlichen Problemen, darunter Parkinson, das 2019 diagnostiziert worden war.


Vom Arbeiterkind zum Heavy-Metal-Pionier

Geboren als John Michael Osbourne in Birmingham, brach er mit 15 die Schule ab und landete wegen Einbruch zwischenzeitlich im Gefängnis. Doch der Ruf nach der Bühne war lauter. Ende der 1960er gründete er mit Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward die Band Black Sabbath – und erfand quasi nebenbei ein ganz neues Genre: den Heavy Metal.

Mit Songs wie „Paranoid“, „Iron Man“ oder „War Pigs“ schrieb die Band Musikgeschichte. Der Mix aus Blues, dunklem Sound, okkulten Anspielungen und Osbournes unverwechselbarer Stimme prägte Generationen von Musikern.


Solokarriere, Skandale und ein Batzen Wahnsinn

Nach seinem Rauswurf bei Sabbath 1978 startete Osbourne eine erfolgreiche Solokarriere. Sein Debüt „Blizzard of Ozz“ (1980) mit dem Hit „Crazy Train“ wurde ein Megaseller, ebenso „Diary of a Madman“ (1981).

Aber Osbourne war mehr als Musik: Er war Exzess auf zwei Beinen. Drogen, Alkohol, irre Bühnenshows – und Legenden wie die Fledermaus, deren Kopf er bei einem Konzert angeblich abgebissen haben soll. Er selbst meinte später: Er dachte, sie sei aus Gummi.

Der Tiefpunkt: 1989 wurde er festgenommen, weil er unter Drogeneinfluss versuchte, seine Frau Sharon zu erwürgen. Die Ehe hielt trotzdem – Sharon wurde zu seiner Managerin und rettete mehrfach Karriere und Leben.


Vom Skandalrocker zum TV-Papa

In den 2000ern zeigte sich Osbourne von einer neuen Seite: MTV begleitete ihn in der Realityshow „The Osbournes“ als etwas zerstreuten, aber liebenswürdigen Familienvater. Mit seiner Frau Sharon und den Kindern Kelly und Jack wurde er Teil der Popkultur – inklusive Grammy, Hall of Fame und einem überraschenden Hit-Duett mit Tochter Kelly („Changes“, 2003).

Trotz Rückenproblemen, eines schweren Unfalls 2003 und Parkinson kämpfte sich Osbourne immer wieder zurück auf die Bühne – zuletzt bei der Abschlussfeier der Commonwealth Games 2022 und eben bei seinem Abschiedskonzert in Birmingham am 5. Juli 2025. Sein Auftritt im Sitzen war nicht weniger energiegeladen – und zutiefst berührend. „Ihr habt keine Ahnung, wie ich mich fühle“, sagte er. „Danke von ganzem Herzen.“


Würdigungen aus der Musikwelt

Die Trauer ist groß: Tony Iommi schrieb, er könne „kaum Worte finden“ und habe seinen „Bruder“ verloren. Geezer Butler verabschiedete sich mit den Worten: „Vier Jungs aus Aston – wer hätte das gedacht?“
Elton John nannte ihn einen „Wegbereiter und wahren Rockstar“, Brian May (Queen) sprach von einem „furchtlosen Talent“, das die Welt vermissen werde.
Yungblud, der bei Osbournes letztem Konzert noch „Changes“ sang, schrieb: „Ich dachte nicht, dass du so schnell gehst.“
Rod Stewart verabschiedete sich mit: „Schlaf gut, mein Freund. Wir sehen uns da oben – später, nicht früher.“


Familienmensch und Legende

Ozzy Osbourne hinterlässt seine Frau Sharon, mit der er über 40 Jahre verheiratet war, sowie sechs Kinder – darunter Kelly, Jack und Aimee – und mehrere Enkelkinder.

Er war Provokateur, Pionier, Popstar, Patient – und vor allem: eine einmalige Legende.

Ruh in Frieden, Prince of Darkness.

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