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Trump verhängt 19 % Importzölle auf Waren von den Philippinen

geralt (CC0), Pixabay

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass auf Importe aus den Philippinen künftig ein Strafzoll von 19 % erhoben wird. Die Maßnahme erfolgte nach einem Treffen mit dem philippinischen Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. im Weißen Haus am Dienstag.

Trump verkündete den Schritt in einem Social-Media-Post: „Es war ein wunderschöner Besuch, und wir haben unser Handelsabkommen abgeschlossen.“ Details zum Deal nannte er nicht, doch der Plan sieht offenbar vor, dass im Gegenzug die Philippinen Zölle auf US-Produkte abschaffen und eine vertiefte militärische Kooperation mit den USA eingehen.

Die Regierung der Philippinen bestätigte den Deal bislang nicht. Sollte er wie von Trump angekündigt umgesetzt werden, würden die philippinischen Exporte damit sogar höheren Abgaben unterliegen als in Trumps ursprünglichen Ankündigungen im April (17 %, später 20 %).

Ungeklärte Details – wachsende globale Handelsunsicherheit

Der neue Zollsatz ist Teil einer Reihe protektionistischer Maßnahmen, die Trump in seiner zweiten Amtszeit verfolgt. Bereits in den letzten Monaten hatte er ähnliche Deals mit Ländern wie China, dem Vereinigten Königreich und Indonesien verkündet – häufig ohne abschließende Bestätigung oder ohne konkrete Ergebnisse.

Unterdessen bleibt die EU im Wartestand. Die angekündigte neue Runde von Zollerhöhungen zum 1. August lässt wenig Raum für Optimismus. Auch Kanada steht weiter unter Druck: Premierminister Mark Carney sprach am Dienstag von „komplexen Verhandlungen“, betonte aber, dass sein Land „kein schlechtes Abkommen um jeden Preis“ akzeptieren werde.

Wirtschaftliche Folgen – Unternehmen schlagen Alarm

Die wirtschaftlichen Folgen für Unternehmen sind bereits spürbar: General Motors erklärte am Dienstag, die Zölle hätten allein im letzten Quartal über 1 Milliarde Dollar gekostet. Auch der europäische Autokonzern Stellantis (u. a. Jeep) meldete Belastungen in Höhe von 300 Millionen Euro.

Die Philippinen exportierten im vergangenen Jahr rund 14,2 Milliarden US-Dollar an Waren in die USA – darunter vor allem Autoteile, Elektrogeräte, Textilien und Kokosnussöl.

Ob sich durch Trumps Strafzölle das globale Handelsgleichgewicht oder nur die Zolleinnahmen der USA verändern, bleibt offen. Klar ist jedoch: Der Handelskrieg geht in die nächste Runde.

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