In einer groß angelegten Aktion hat das Berliner Landeskriminalamt am Dienstagmorgen 23 Objekte durchsucht. Der Hintergrund: Der Verdacht auf das Verbreiten islamistischer Propaganda im Internet. Mehrere Personen stehen im Fokus der Ermittlungen, wie die Berliner Staatsanwaltschaft mitteilte.
Ein Sprecher erklärte, Ziel der Razzien sei es, nicht nur Beweise zu sichern, sondern auch ein klares Signal zu setzen. „Wir wollen auf die Gefährlichkeit aufmerksam machen, die von der Verbreitung islamistischer Hetze im Netz ausgeht“, so der Sprecher. Besonders besorgniserregend sei der starke Anstieg entsprechender Inhalte unter Jugendlichen.
Die Einsatzkräfte durchsuchten Wohnungen, Geschäftsräume und Lagereinheiten in verschiedenen Berliner Bezirken. Dabei wurden laut Polizei Datenträger, Mobiltelefone und weitere Beweismittel sichergestellt. Verhaftungen gab es bislang nicht, die Auswertung der Funde dauert an.
Die Behörden warnen, dass soziale Medien zunehmend zur Radikalisierung genutzt werden – oft unbemerkt im digitalen Schatten. Die Ermittler betonen, dass es bei der Aktion nicht um religiöse Überzeugungen gehe, sondern gezielt gegen extremistische Ideologien und deren digitale Verbreitung vorgegangen werde.