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Ein Pass verändert alles: Justin Fields will Jets aus der Krise führen

ASPhotohrapy (CC0), Pixabay

Ein bestimmter Spielzug aus der Saison 2024 steht sinnbildlich für die Weiterentwicklung von Quarterback Justin Fields.

In Woche 3 warf Fields einen punktgenauen Pass zu Wide Receiver Calvin Austin auf einer sogenannten „Dig Route“. Austin fing den Ball, drehte auf und lief 55 Yards zum Touchdown. Es war der entscheidende Spielzug beim 20:10-Sieg der Pittsburgh Steelers gegen die Los Angeles Chargers – ein Sieg, der Pittsburgh auf 3:0 in der Saison brachte. Fields startete danach nur noch drei Spiele für die Steelers, doch dieser eine präzise Wurf zeigte, dass er als Quarterback Fortschritte gemacht hatte.

Inzwischen ist Fields bei seinem dritten Team in ebenso vielen Jahren gelandet. Die New York Jets statteten ihn mit einem Zwei-Jahres-Vertrag über 40 Millionen Dollar aus und machten deutlich: Er ist ihre Zukunft auf der wichtigsten Position.

„Er strahlt eine ruhige Selbstsicherheit aus. Er führt auf seine Weise, hat Einfluss auf seine Mitspieler – das ist offensichtlich“, sagte Jets-Headcoach Aaron Glenn über Fields in der Offseason. „Er kann ein Team einen. Natürlich ist er talentiert, und ich bin froh, dass ich ihn als Quarterback habe. Ich denke wirklich, dass bei ihm alles möglich ist. Ich will ihn nicht mit Joe Namath vergleichen, aber ich bin überzeugt, dass er ein richtig guter Spieler für uns wird.“

Glenn und der neue General Manager Darren Mougey setzten gemeinsam auf Fields. Nach dem Trade aus Chicago und der Degradierung in Pittsburgh könnte diese Rückendeckung enorm wichtig für sein Selbstvertrauen sein. Fields ist ein dynamischer Läufer – und lieferte 2024 auch als Passgeber seine bislang beste Leistung ab: In zehn Spielen (sechs Starts) erzielte er Karrierebestwerte bei der Passgenauigkeit (65,8 %) und beim Quarterback-Rating (93,3). Als Starter ging er mit den Steelers 4–2, bevor er durch Russell Wilson ersetzt wurde.

Nun ist er in New York unangefochtener Starter.

„Er ist auf allen Ebenen ein Ausnahmetalent“, schwärmte Offensivkoordinator Tanner Engstrand auf der Team-Website. „Alle reden über sein Laufspiel, aber der Junge hat auch einen starken Arm. Und mental ist er beeindruckend – bislang war er großartig, und wir erwarten noch mehr. Mit so einem Spieler kannst du eine Defense unter enormen Druck setzen – damit sorgen wir hoffentlich für schlaflose Nächte beim Gegner.“

Die Jets setzen auf den weiteren Aufschwung des 26-Jährigen. Die Offensive Line wurde mit drei First-Round-Picks massiv verstärkt, das Laufspiel um Breece Hall und Braelon Allen ist solide, und Fields trifft in New York auf einen alten Bekannten: Wide Receiver Garrett Wilson, mit dem er bereits bei Ohio State zusammenspielte.

„Er war schon lange mein Mann“, sagte Fields über Wilson. „Wir haben auf dem Trainingsplatz direkt wieder zueinandergefunden – als wären wir nie getrennt gewesen.“

Zudem verfügen die Jets seit drei Jahren über eine Top-5-Defense mit dem aktuell bestbezahlten Cornerback der NFL.

New York trägt die Last der längsten aktiven Playoff-Durststrecke in der Liga. Doch wenn Fields seine Form aus dem Vorjahr bestätigen kann, könnten die Jets endlich wieder in Richtung Playoffs marschieren.

„Das Potenzial dieses Teams – und dieser Offense – ist riesig“, sagte Fields in der Offseason. „Aber es liegt an uns. Talent ist da, jetzt geht es um Disziplin und Ausführung, wenn die Spiele beginnen.“

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