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Feuerwerks-Drama bei Rheinkirmes: 19 Verletzte durch Querschläger – Ermittlungen laufen

Was als festlicher Höhepunkt der Rheinkirmes in Düsseldorf geplant war, endete am Freitagabend in einem schweren Unglück: Ein fehlgeleiteter Feuerwerkskörper explodierte in der Zuschauermenge und verletzte insgesamt 19 Menschen, darunter zwei Kinder schwer. Nach Polizeiangaben wurde ein dreijähriges Kind im Gesicht schwer verletzt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.

Gegen 22.30 Uhr startete das traditionelle Höhenfeuerwerk – Tausende Besucher hatten sich entlang des Rheinufers und auf der Rheinkniebrücke versammelt. Doch statt eines farbenfrohen Schauspiels am Himmel kam es bereits kurz nach Beginn zu einer Explosion in Bodennähe, die eine Druckwelle und Funken in die dicht gedrängte Menschenmenge schleuderte.

Laut Feuerwehr und Polizei wurden sechs Personen schwer und 13 leicht verletzt. Die Ursache: Ein Querschläger, vermutlich ausgelöst durch eine verfrühte Explosion einer Kugelbombe im Abschussrohr. Dies habe möglicherweise benachbarte Rohre umgestoßen, wodurch weitere Geschosse in Richtung der Zuschauer flogen.

Ein von der BILD zitierter Pyrotechnik-Experte erklärte, dass der Zwischenfall wahrscheinlich auf ein technisches Versagen beim Abschussmechanismus zurückzuführen sei. Die verwendeten Kugelbomben seien eigentlich dafür ausgelegt, sich erst in großer Höhe – rund 150 Meter über dem Boden – zu entfalten. In diesem Fall sei der Effektkörper offenbar bereits innerhalb des Rohres detoniert, was eine unkontrollierte Kettenreaktion ausgelöst haben könnte.

Die Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln nun wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung. Noch in der Nacht wurden Spuren an der Abschussstelle gesichert und Zeugen befragt. Ein endgültiger technischer Befund steht noch aus.

Die betroffene Feuerwerksfirma gilt als erfahren und renommiert. Dennoch will der Veranstalter der Rheinkirmes Konsequenzen ziehen. Die Kirmes wurde nach dem Vorfall vorzeitig beendet. Ob das traditionelle Feuerwerk im nächsten Jahr überhaupt noch stattfinden wird, soll intensiv geprüft werden.

Die schnelle Reaktion der Rettungskräfte, die ohnehin wegen des Großevents im Einsatz waren, verhinderte offenbar Schlimmeres. Bereits eine Stunde nach dem Vorfall waren alle Verletzten versorgt und in umliegende Kliniken gebracht worden.

Die Rheinkirmes sollte ursprünglich am Sonntag zu Ende gehen – doch nach diesem tragischen Ereignis bleibt nun vor allem Bestürzung, Trauer und die Frage nach der Sicherheit solcher Veranstaltungen.

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