Gute Nachrichten für Journalistinnen und Journalisten in Deutschland: Im Tarifkonflikt bei den Tageszeitungen haben sich Verdi und die Verlegerverbände auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Wie die Gewerkschaft am Samstag mitteilte, sollen die Gehälter bis 2027 in drei Stufen um durchschnittlich 10,5 Prozent steigen.
Besonders stark profitieren Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger sowie Volontärinnen und Volontäre. Für sie sind laut Verdi-Gehaltsverhandlungsführer Matthias von Fintel prozentuale Zuwächse zwischen 11,5 und 16 Prozent vorgesehen – ein klares Signal zur Stärkung des journalistischen Nachwuchses.
„Nach intensiven und zähen Verhandlungen haben wir einen tragfähigen Kompromiss erreicht, der nicht nur den gestiegenen Lebenshaltungskosten Rechnung trägt, sondern auch Wertschätzung für die journalistische Arbeit ausdrückt“, erklärte von Fintel. Die Einigung sei ein „wichtiger Schritt zur Sicherung der redaktionellen Qualität und Attraktivität des Berufs“.
Der neue Tarifvertrag soll rückwirkend gelten und umfasst neben den gestaffelten Gehaltserhöhungen auch Regelungen zur Fortbildung, Arbeitszeitflexibilisierung und redaktionellen Mitbestimmung.
Die Verhandlungen waren über Monate hinweg von Warnstreiks und Protestaktionen begleitet worden. Journalistinnen und Journalisten hatten bundesweit auf die gestiegenen Belastungen und die stagnierende Lohnentwicklung aufmerksam gemacht – insbesondere angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen in der Medienbranche.
Der Abschluss wird nun von beiden Seiten als stabilisierendes Signal für den Zeitungsjournalismus in Deutschland gewertet – und als wichtiger Schritt, um qualifizierte Kräfte im Beruf zu halten und neue Talente zu gewinnen.