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Stahlproduktion in Deutschland bricht ein: Minus von 12 Prozent im ersten Halbjahr

bauportalat (CC0), Pixabay

Die deutsche Stahlindustrie steckt in der Krise: Im ersten Halbjahr 2025 sank die Rohstahlproduktion um fast 12 Prozent auf nur noch 17,1 Millionen Tonnen, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl mitteilt. Damit setzt sich der Abwärtstrend fort – und zwar in einem deutlich stärkeren Ausmaß als in den Vorjahren.

Vergleich mit den Vorjahren

Ein Blick auf die Entwicklung verdeutlicht die Dynamik:

  • 2023: Rückgang der Rohstahlproduktion um 5 Prozent

  • 2024: leichter Anstieg um 4,5 Prozent

  • 2025: drastischer Einbruch um knapp 12 Prozent

Gründe für den Rückgang

Die Branche sieht sich mit mehreren Herausforderungen konfrontiert:

  • Harte Konkurrenz aus dem Ausland, vor allem durch günstigere Importe aus China

  • Schwache Konjunktur in Deutschland und Europa, die die Nachfrage nach Stahl deutlich bremst

  • Hohe Energie- und Produktionskosten, die die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Hersteller weiter verschlechtern

Folgen für die Industrie

Der Rückgang sorgt nicht nur für Produktionsdrosselungen, sondern gefährdet auch Arbeitsplätze und Investitionspläne. Branchenvertreter fordern daher dringend politische Unterstützung, etwa in Form von Entlastungen bei den Energiekosten und einer stärkeren Sicherung fairer Handelsbedingungen.

Die Zahlen werfen ein Schlaglicht auf die strukturellen Probleme der Stahlbranche, die sich im internationalen Wettbewerb neu positionieren muss – nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Transformation hin zu klimaneutraler Produktion.

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