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Leipzig spart sich die Kinder – und alle so: „Puh, Glück gehabt

BrightPixelsStudio (CC0), Pixabay

Also mal ehrlich: Wer braucht in Zeiten multipler Krisen denn auch noch Kinder? Die kosten nur Geld, schreien laut, brauchen Betreuung, Bildung – und dann wollen sie auch noch mittags was Warmes! Kein Wunder, dass Leipzig jetzt sagt: Schluss mit dem Kita-Überangebot! 2200 Plätze zu viel? Zack, weg damit! Das ist konsequente Schrumpfpolitik mit Zukunft. Oder besser: ohne.

Und da gibt’s sogar ein richtig schönes Argument: Die Geburtenzahlen sinken! Halleluja! Endlich ein Trend, der dem Haushalt gefällt. Wenn das so weitergeht, kann man vielleicht bald auch Schulen rückbauen, Sandkästen in Parkplätze umwandeln und die Kinderbeauftragte ins Homeoffice schicken – mangels Kundschaft.

Die neue Leipziger Logik: Kein Kind, kein Problem

„Statt bauen – sanieren“, lautet nun das Motto. Und da zeigt Leipzig wahre Kreativität: Was man nicht neu bauen kann, wird einfach alt schöngerechnet. Und sollte ein Kita-Gebäude mal so baufällig sein, dass es bei Windstärke 3 einknickt, hat man zur Not ja noch den berühmten Zehn-Prozent-Krisenpuffer. Der ist so beruhigend wie ein Pflaster auf einem gebrochenen Bein – aber immerhin: Es klebt!

Außerdem, so das Jugendamt, sei „die Kommunikation mit Eltern ganz wichtig“. Natürlich! Deshalb wird auch frühzeitig mitgeteilt, welche Einrichtung bald geschlossen wird, damit man genug Zeit hat, die Großeltern für den neuen Fahrdienst einzuspannen.

Kita-Ausbau wird zum kreativen Rollenspiel

Am besten ist aber die Liste der 16 gestrichenen Kita-Neubauten. Ein ganzer IKEA-Katalog voll gescheiterter Träume: Volkshaus, Rosa-Luxemburg-Straße, Buckyweg… fast schade, dass das keine Kindergartennamen werden dürfen. Kita „Buckybunt“ hätte doch was gehabt.

Stattdessen bekommt man eine trostlose Excel-Tabelle voller Streichungen. Und wer jetzt denkt: „Na, wenigstens wird noch irgendwo gebaut“, dem sei gesagt: Ja, am Poetenweg! Aber mal ehrlich – wie poetisch ist es, wenn der einzige Neubau von drei Seiten von Sparzwang, Sanierungsstau und Investitionsloch umzingelt ist?

Hoffnung? Klar, irgendwo zwischen Fördertopf und Luftschloss

Ein kleines Pflänzchen Hoffnung wächst am Horizont: das Bundesprogramm „Chancen für Kinder“. Klingt super. Noch besser wäre vielleicht „Geld für Kitas“ gewesen, aber hey – nichts sagt so sehr ‚politische Lösung‘ wie ein vielversprechender Titel ohne konkreten Zeitplan.


Fazit: Die Kita der Zukunft? Ein gut belüfteter Pappkarton mit WLAN.

Leipzig hat einen Plan. Der ist zwar löchrig wie eine Kindergartensocke, aber immerhin konsequent. Wer keine Kinder hat, braucht keine Kitas. Wer keine Kitas braucht, kann Geld sparen. Und wer Geld spart, kann es später in etwas Sinnvolleres investieren – zum Beispiel in ein Empfangszelt für den nächsten Krisengipfel.

In diesem Sinne: Spielplätze zu, aber Hauptsache der Haushalt lacht.

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