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Königspython nahe Kölleda entdeckt – PETA lobt 500 Euro Belohnung aus und fordert strengere Regeln

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay

Ein ungewöhnlicher Fund sorgte am vergangenen Sonntag im thüringischen Kreis Sömmerda für Aufsehen: In der Nähe des Streitseebads in Kölleda wurde auf einem Feldweg ein Königspython entdeckt. Die exotische Schlange befand sich in einem stark unterkühlten Zustand und war offenbar bereits längere Zeit ohne Schutz in der freien Natur unterwegs.

Rettung in letzter Minute

Laut Maria Weirauch vom Tierschutzverein „Schwierige Felle“ wurde das Tier von Spaziergängern entdeckt und sofort dem Verein gemeldet. „Die Schlange war stark ausgekühlt und in keiner guten Verfassung“, so Weirauch gegenüber MDR THÜRINGEN. Vereinsmitarbeiter nahmen sich des Tieres an, wärmten es vorsichtig auf und brachten es in eine geschützte Umgebung. Nach einer ersten Einschätzung handelt es sich um einen Königspython, eine ungiftige Würgeschlange, die ursprünglich in den Tropen Afrikas beheimatet ist.

Herkunft ungeklärt – Verdacht auf Aussetzung

Noch ist unklar, wie das Tier an den Feldweg gelangte. Experten vermuten, dass die Schlange ausgesetzt wurde. „Exotische Tiere wie Königspythons werden leider immer wieder leichtfertig angeschafft und dann abgegeben oder ausgesetzt, wenn sie den Besitzern zu aufwendig werden“, erklärt Weirauch. Für den Python wäre die Aussetzung beinahe tödlich gewesen, da er in der mitteleuropäischen Natur nicht überleben kann.

PETA reagiert – Belohnung und politische Forderung

Die Tierschutzorganisation PETA reagierte prompt auf den Vorfall und lobte eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung des Verantwortlichen führen. „Solche Fälle zeigen deutlich, dass wir ein bundesweites Haltungsverbot für exotische Wildtiere in Privathaushalten brauchen“, so ein Sprecher der Organisation. PETA fordert seit Langem strengere gesetzliche Regelungen und eine Registrierungspflicht für Halter von exotischen Reptilien.

Königspython – beliebtes Haustier mit speziellen Bedürfnissen

Königspythons gehören zwar zu den beliebtesten Schlangenarten in Privathaltung, stellen aber hohe Anforderungen an ihre Pflege. Sie benötigen eine konstant warme Umgebung und spezielle Ernährung. Werden diese Bedingungen nicht erfüllt oder Tiere wie im aktuellen Fall ausgesetzt, sind sie schnell in Lebensgefahr.

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