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Lehrer verschwunden – IT-Panne macht aus Software ein Geisterhaus

u_7x3atxgugk (CC0), Pixabay

Wer hätte gedacht, dass eine deutsche Behörde im Jahr 2005 ein neues IT-System eingeführt hat und 20 Jahre später immer noch niemand genau weiß, was es eigentlich tut? Willkommen in Baden-Württemberg, wo 1.440 Lehrerstellen versehentlich als „besetzt“ galten – leider nur in der digitalen Scheinwelt.

Software sagt: alles gut – Realität sagt: Klassenzimmer leer

Das Kultusministerium räumte ein, dass ein Softwarefehler seit 2005 dafür sorgte, dass nicht besetzte Stellen als vergeben galten. Ein bisschen wie eine Hotelbuchung, bei der das Zimmer zwar bezahlt ist – aber niemand drin schläft. Oder wie Schüler, die nur auf dem Papier Hausaufgaben gemacht haben.

Digitalisierung trifft Schulpolitik – was soll da schon schiefgehen?

Der Fehler entstand offenbar beim Umstieg auf ein neues Verwaltungsprogramm im Jahr 2005. Damals war „Facebook“ gerade neu, YouTube gab’s noch nicht – und trotzdem vertraute man einem System, das offenbar bis heute nicht gemerkt hat, dass es 1.440 Lehrkräfte zu wenig gibt.

Das Ministerium zeigt sich bemüht: „Wir gehen davon aus, dass der Fehler bei der Datenübertragung passiert sein muss.“ Na dann – vielleicht hat auch jemand beim Installieren das Benutzerhandbuch verschluckt.

Jetzt soll alles ganz schnell gehen

Die Stellen, die in der Realität offen, aber im System scheinbesetzt waren, sollen nun „zügig“ nachbesetzt werden. Was bei Lehrermangel, langwierigen Einstellungsverfahren und Bürokratie ja bekanntlich kein Problem ist. Spoiler: Ist es doch.

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