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Insolvenzantrag mangels Masse abgewiesen: Nobletrust Group GmbH scheitert vor dem Amtsgericht Hagen

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Aktenzeichen: 106 IN 5/25

Hagen, 16. Juli 2025 – Ein weiteres Kapitel im wirtschaftlichen Niedergang der Nobletrust Group GmbH ist mit dem heutigen Tag offiziell abgeschlossen. Das Amtsgericht Hagen hat das Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der in Schwerte ansässigen Gesellschaft unter dem Aktenzeichen 106 IN 5/25 eingestellt. Der Grund: Es fehlt bereits an der erforderlichen Masse zur Durchführung eines Insolvenzverfahrens.

Die Nobletrust Group GmbH war beim Amtsgericht Hagen unter der Handelsregisternummer HRB 12885 eingetragen und wurde zuletzt durch die beiden Geschäftsführer Youssef Allouch aus Dortmund und Nabil Ghaida aus Schwerte vertreten. Der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens war am 5. Dezember 2024 gestellt und am 16. Januar 2025 beim Gericht eingegangen. Nach eingehender Prüfung ist das zuständige Insolvenzgericht nun zu dem ernüchternden Ergebnis gelangt: Die verbliebenen Vermögenswerte reichen nicht einmal zur Deckung der Verfahrenskosten aus.

Die Abweisung mangels Masse bedeutet juristisch gesehen das Scheitern der Hoffnung auf eine geordnete Abwicklung oder Sanierung unter gerichtlicher Aufsicht. Es handelt sich um eine der härtesten Konsequenzen des Insolvenzrechts, denn in diesem Fall bleibt Gläubigern in der Regel keinerlei Aussicht auf eine Rückzahlung – nicht einmal anteilig. Darüber hinaus steht die Abweisung mangels Masse häufig am Anfang weiterer rechtlicher Konsequenzen wie etwa einer Löschung im Handelsregister oder einer möglichen Geschäftsführerhaftung.

Was konkret zum Vermögensverfall der Nobletrust Group GmbH geführt hat, ist derzeit nicht öffentlich bekannt. Die Gesellschaft war zuletzt unter der Adresse Geisecker Talstraße 37 in Schwerte erreichbar. Ob es Versuche zur Sanierung gegeben hat oder ob bereits vor Antragstellung keine nennenswerten Vermögenswerte mehr vorhanden waren, bleibt offen.

Fest steht hingegen: Mit der heutigen Entscheidung des Amtsgerichts Hagen ist das Insolvenzverfahren formell beendet, bevor es überhaupt eröffnet werden konnte. Ein bitteres Ende für ein Unternehmen, das – dem Namen nach – einst auf Vertrauen und Beständigkeit setzen wollte.

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