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Notaufnahme und Chirurgie in Groß-Sand schließen – Proteste in Wilhelmsburg

Peggy_Marco (CC0), Pixabay

In Hamburg-Wilhelmsburg wird heute ein bedeutender Einschnitt in der medizinischen Versorgung wirksam: Die Notaufnahme und die Chirurgie am Krankenhaus Groß-Sand schließen. Das sorgt für heftige Kritik und Proteste im Stadtteil. Das Aktionsbündnis „Großsand muss bleiben!“ warnt vor einer Unterversorgung im ohnehin benachteiligten Hamburger Süden. Am Abend ist deshalb eine Demonstration vom Stübenplatz zum Krankenhaus angekündigt.

Teilschließung, kein kompletter Rückzug

Die Klinik selbst wird nicht vollständig geschlossen. Wie Dr. Michael Groening, Leiter der Inneren Medizin, betont, bleiben Geriatrie, neurologische Früh-Rehabilitation und das integrierte STATAMED-Programm bestehen. Letzteres verbindet stationäre mit ambulanter Versorgung über ein großes Hausarztnetz.

Groening sieht keine akute Notfalllücke, da schwere Fälle ohnehin bisher nicht in Groß-Sand behandelt worden seien.

Perspektive: Neue Stadtteilklinik geplant

Laut Sozialbehörde soll langfristig eine neue Stadtteilklinik mit Unfallversorgung entstehen – möglicherweise schon im bestehenden Medizinischen Versorgungszentrum. Die genauen Pläne sollen in der kommenden Woche in einer öffentlichen Anhörung im Gesundheitsausschuss vorgestellt werden. Bis dahin bleibt der Unmut in Wilhelmsburg groß.

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