Im Umfeld von Präsident Donald Trump wächst die Frustration über Justizministerin Pam Bondi und ihren Umgang mit dem Fall Jeffrey Epstein. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht des US-Justizministeriums (DOJ) kam zu dem Schluss, dass es keine Hinweise auf Mord gibt – ein Ergebnis, das viele Unterstützer Trumps als unzureichend empfinden.
Erwartungen enttäuscht – und selbst geschürt
Die Kritik trifft vor allem Bondi, die zuvor öffentlich ein „Epstein-Client-List“ angekündigt hatte, die angeblich auf ihrem Schreibtisch liege. Doch laut DOJ existiert eine solche Liste gar nicht.
Ein Beamter im Weißen Haus beschrieb die interne Haltung:
„Trump ist weniger über Bondi als vielmehr darüber genervt, dass die Leute überhaupt noch über Epstein reden.“
Doch für viele Trump-Anhänger ist das Thema noch lange nicht erledigt.
Kommunikationspannen und schlechte Inszenierung
Auch die Art, wie der DOJ-Bericht veröffentlicht wurde – über ein verlängertes Feiertagswochenende und ohne klare Kommunikation – sorgte für Ärger. Kritiker werfen Bondi vor, Erwartungen geschürt zu haben, die sie nicht erfüllen konnte.
Selbst bei MAGA-nahen Persönlichkeiten wie Laura Loomer, Steve Bannon oder Tucker Carlson wächst der Unmut. Loomer forderte sogar öffentlich Bondis Rücktritt. Roseanne Barr schrieb auf X:
„Mr. President – Ja, wir interessieren uns noch für Epstein. Wann ist denn bitte ein guter Zeitpunkt, um sich nicht mehr für Kindesmissbrauch zu interessieren?“
Bericht bestätigt: Epstein starb durch Suizid
Nach monatelanger Aktenprüfung durch FBI und Justiz – inklusive Zehntausender Seiten und Videoaufnahmen – bestätigt der Bericht, was bereits 2019 offiziell festgestellt wurde: Jeffrey Epstein nahm sich in seiner Gefängniszelle das Leben.
Trotz hoher Erwartungen auf Enthüllungen über ein mögliches Netzwerk prominenter Mitwisser, blieben die Ergebnisse ernüchternd. Viele Dokumente konnten zudem aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht werden.
„Transparenzziel erreicht“ – aber Vertrauen verspielt?
Offiziell erklärte das Justizministerium, man habe mit dem Bericht das von Trump versprochene Ziel der Transparenz erreicht. Doch das Vertrauen vieler Anhänger ist erschüttert – auch weil im Februar an „influencerfreundliche“ MAGA-Kreise Aktenordner mit längst bekannten Inhalten verteilt wurden.
Ein Trump-Berater nannte das Memo einen „politischen Albtraum“, der besser nach den Midterms oder gar nicht hätte erscheinen sollen.
Fazit: Ein Fall, der weiter gärt
Obwohl Trump selbst versucht, das Thema zu den Akten zu legen, bleibt der Epstein-Komplex ein wunder Punkt im MAGA-Lager – vor allem, weil viele glauben, dass weiterhin brisante Informationen zurückgehalten werden.
Ein Regierungsinsider resümierte nüchtern:
„Es gibt eben die Welt der sozialen Medien – und es gibt die reale Welt. Und manche werden das nie akzeptieren.“