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Bundesweite Razzien wegen Verdachts auf illegales Online-Glücksspiel – Durchsuchungen auch im europäischen Ausland
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Bundesweite Razzien wegen Verdachts auf illegales Online-Glücksspiel – Durchsuchungen auch im europäischen Ausland

erik_and_so_on (CC0), Pixabay

In einem großangelegten Einsatz sind Ermittlungsbehörden am heutigen Morgen gegen ein mutmaßliches Netzwerk von Betreibern illegaler Online-Glücksspielangebote vorgegangen. Wie die Polizei mitteilte, wurden im Rahmen eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts auf illegales Glücksspiel zahlreiche Objekte in mehreren Bundesländern sowie im europäischen Ausland durchsucht.

Koordinierte Maßnahmen in Bayern – Schwerpunkt München und Mühldorf am Inn

Ein besonderer Fokus der Durchsuchungsaktion lag auf dem Freistaat Bayern. Hier rückten Einsatzkräfte unter anderem in München sowie im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn aus. Auch weitere bayerische Städte und Gemeinden waren laut Polizei von den Maßnahmen betroffen. Die Razzien fanden in Wohn- und Geschäftsräumen statt. Ob es dabei zu Festnahmen kam, ist derzeit noch unklar.

International vernetzte Strukturen im Visier

Laut den Ermittlern handelt es sich bei dem Einsatz um eine koordinierte Aktion im Rahmen grenzüberschreitender Ermittlungen. Ziel sei es, Strukturen eines möglicherweise europaweit agierenden Netzwerks zu durchleuchten, das im Verdacht steht, über das Internet illegale Glücksspiele angeboten und betrieben zu haben. Welche Länder außerhalb Deutschlands konkret betroffen sind, wurde bislang nicht öffentlich gemacht.

Hintergrund: Illegales Glücksspiel im Internet auf dem Vormarsch

Illegales Online-Glücksspiel stellt in den letzten Jahren ein wachsendes Problem für Strafverfolgungsbehörden dar. Trotz neuer Regulierungsmaßnahmen und gesetzlicher Vorgaben werden immer wieder Internetseiten betrieben, die ohne Lizenz Glücksspielangebote zugänglich machen – häufig mit Sitz im Ausland und gezielter Ansprache deutscher Nutzer. Neben dem Verstoß gegen das Glücksspielgesetz geht es häufig auch um Verdachtsmomente der Geldwäsche, Steuerhinterziehung oder bandenmäßigen Kriminalität.

Keine weiteren Details veröffentlicht

Zum Stand der Ermittlungen, zu möglichen Beschuldigten oder zur Höhe des verursachten Schadens machten die zuständigen Behörden zunächst keine Angaben. Es sei jedoch davon auszugehen, dass die heute sichergestellten Beweismittel – darunter möglicherweise auch digitale Datenträger, Mobiltelefone und Kontounterlagen – in den kommenden Wochen ausgewertet werden. Erst danach sei mit weiterführenden Informationen zu rechnen.

Die Polizei kündigte an, im weiteren Verlauf des Verfahrens über neue Erkenntnisse zu informieren.

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