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Mindestens 104 Tote nach schweren Überschwemmungen in Texas – Gefahr neuer Fluten bleibt

RobVanDerMeijden (CC0), Pixabay

Rettungsteams haben am Montag weiter nach Überlebenden gesucht, während die Zahl der Todesopfer nach den verheerenden Überschwemmungen in Zentral-Texas auf mindestens 104 gestiegen ist. Besonders betroffen ist der Bezirk Kerr County, wo der Guadalupe River am 4. Juli durch sintflutartigen Regen in wenigen Stunden über die Ufer trat und große Teile des Umlands überflutete.

Die aktuellen Opferzahlen im Überblick:

  • Kerr County: 84 Tote (56 Erwachsene, 28 Kinder)

  • Travis County: 7 Tote

  • Kendall County: 6 Tote

  • Burnet County: 4 Tote

  • Williamson County: 2 Tote

  • Tom Green County: 1 Toter

Besonders tragisch: Unter den Opfern sind mindestens 27 Kinder und Betreuer eines beliebten Mädchen-Sommerlagers, Camp Mystic, das direkt am Fluss liegt. Zehn Mädchen und eine Betreuerin werden weiterhin vermisst.

„Texas trauert. Der Schmerz und der Schock zerreißen uns das Herz“, sagte Senator Ted Cruz. Das Unglück am Camp Mystic sei „der Albtraum aller Eltern“.

Hilfseinsätze rund um die Uhr

Die Fluten überraschten viele in der Nacht, als der Fluss an einigen Stellen innerhalb von Minuten um fast 30 Fuß (rund 9 Meter) anstieg. Mehr als 850 Menschen konnten seit Beginn der Katastrophe gerettet werden. Rettungsteams suchen weiterhin zu Land, aus der Luft und auf dem Wasser nach Vermissten.

Auch andere US-Bundesstaaten und Helfer aus Mexiko leisten Unterstützung. So haben Nebraska, Florida und Louisiana spezialisierte Wasserrettungsteams nach Texas geschickt. Freiwillige Feuerwehrleute aus der mexikanischen Grenzstadt Acuña helfen bei der Suche nach Vermissten in Kerr County.

Vorwarnsysteme: verpasste Chance?

Besonders bitter: Kerr County hatte bereits vor fast zehn Jahren Fördergelder beantragt, um das Hochwasser-Warnsystem zu verbessern – doch der Antrag wurde damals abgelehnt. Gerade Sommerlager standen dabei im Fokus der Planung.

Schnelle DNA-Tests sollen Familien Antworten bringen

Während die Suche nach Überlebenden weitergeht, versuchen Behörden, die Toten schnell zu identifizieren. Mithilfe von DNA-Analysen der Universität von Nord-Texas sollen Familien in wenigen Stunden Gewissheit bekommen.

Erneute Unwetter drohen

Der nationale Wetterdienst warnte am Montag vor weiteren „lebensbedrohlichen Überschwemmungen“. Weitere starke Regenfälle könnten die Lage verschärfen. Einige Regionen der Texas Hill Country – bekannt als „Flash Flood Alley“ – gelten als extrem anfällig für plötzliche Sturzfluten.

So kannst du helfen

Zahlreiche Organisationen sammeln Spenden, darunter die Community Foundation of the Texas Hill Country, die Hilfsfonds für Betroffene bereitstellt. Auch World Central Kitchen und die Heilsarmee sind vor Ort im Einsatz.

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