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US-Verteidigungshaushalt erreicht historischen Höchststand – trotz angekündigter Kürzungen durch Trumps DOGE-Initiative

geralt (CC0), Pixabay

Entgegen früheren Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump, die Verteidigungsausgaben „drastisch zu prüfen“, hat das Pentagon für das Haushaltsjahr 2026 einen Rekordetat von 1,01 Billionen US-Dollar beantragt – der höchste Verteidigungshaushalt in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

Trump versprach Milliarden-Einsparungen – DOGE spart nur 6 Milliarden

Noch im Februar hatte Trump öffentlich erklärt, Elon Musk würde im Rahmen des neu geschaffenen Amtes für „Government Efficiency“ (DOGE) Hunderte Milliarden US-Dollar Einsparpotenzial im Verteidigungsministerium finden. Doch im aktuellen Haushaltsentwurf taucht lediglich ein Sparbetrag von 6 Milliarden Dollar als direkte Einsparung durch DOGE auf.

Der Etat enthält u.a.:

  • 85 Milliarden US-Dollar für Nuklearprogramme und das „Golden Dome“-Raketenabwehrsystem

  • 4,5 Milliarden US-Dollar für das neue Sentinel-Raketensystem, das die Minuteman-III-Raketen ersetzen soll

  • Fast 30 % Budgeterhöhung für die National Nuclear Security Administration (NNSA)


Kritik aus allen politischen Lagern

Obwohl Trump und seine republikanischen Unterstützer gleichzeitig tiefgreifende Kürzungen bei Medicaid (−1 Billion Dollar), Lebensmittelausgaben (−300 Mrd. Dollar) und Umweltprogrammen planen, bleibt das Verteidigungsbudget unangetastet.

Kritiker wie Steve Bannon (ehemaliger Trump-Berater) oder Rüstungsexperten wie William Hartung werfen der Regierung Intransparenz und Missmanagement vor. Insbesondere bemängeln sie, dass wichtige Haushaltsunterlagen fehlen und dass Investitionen oft politisch motiviert – und nicht strategisch sinnvoll – verteilt würden.

„Die geplante Modernisierung unserer Atomwaffen ist völlig außer Kontrolle geraten“, warnte Ex-Abgeordneter John Tierney.
„Was hier passiert, ist eine Einladung zur Geldverschwendung.“

Nuklearprojekte und Personalprobleme

Laut Regierungsdokumenten soll die NNSA ihre Produktion von Plutonium-Kernen („pits“) für Atomsprengköpfe ausbauen. Doch eine anhaltende Personalnot und ein DOGE-bedingter Einstellungsstopp gefährden laut einem früheren USA TODAY-Bericht die Kontrolle über diese Hochrisikoprojekte.

Trotz wiederholter Warnungen von Watchdog-Organisationen enthält der neue Budgetvorschlag keine nennenswerten Mittel zur Personalaufstockung.

Fazit

Während Trump das Paket als „groß, schön und stark“ anpreist und es mit aller Kraft vor dem 4. Juli durch den Kongress bringen will, wächst die Kritik an einer Verteidigungspolitik, die auf Ausweitung statt Effizienz setzt. Der US-Kongress steht nun vor der Herausforderung, den Mammut-Haushalt zu prüfen – mit teilweise fehlender Datengrundlage.

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