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UPenn knickt ein: Nach Streit um Lia Thomas hebt Trump-Regierung Förderstopp auf

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Die University of Pennsylvania (UPenn) hat eine Vereinbarung mit der Trump-Regierung getroffen, um eine laufende Untersuchung wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Antidiskriminierungsgesetz Title IX beizulegen. Hintergrund ist die frühere Teilnahme der transgender Schwimmerin Lia Thomas an Frauensport-Wettkämpfen.

Politischer Druck führt zu Kurswechsel

Die Trump-Regierung hatte im März 2025 rund 175 Millionen US-Dollar an Bundesmitteln für UPenn eingefroren. Als Begründung wurde angegeben, dass die Universität mit der Zulassung von Lia Thomas gegen Title IX verstoßen habe, das Diskriminierung aufgrund des Geschlechts an Bildungseinrichtungen untersagt.

Laut Regierung war die Teilnahme von Transfrauen an Frauensportwettkämpfen durch eine Exekutivanordnung von Präsident Trump inzwischen verboten – ein Dekret, das landesweit Auswirkungen auf die College-Sportlandschaft hatte.

Inhalte des Deals

Als Teil des Vergleichs erklärte sich UPenn bereit:

  • Entschuldigungsschreiben an frühere Schwimmerinnen zu senden, die mit Lia Thomas im Team waren,

  • zukünftig keine Transfrauen mehr in Frauenteams zuzulassen (auch wenn derzeit keine aktiv sind),

  • und sich künftig an die neue Rechtsauslegung der Bundesregierung zu halten.

Im Gegenzug wurde die Sperre der Fördergelder aufgehoben. Damit kann wichtige Forschung – etwa zu Infektionskrankheiten oder Chemiewaffenabwehr – wieder fortgesetzt werden.

Geteilte Reaktionen: Ein Sieg oder ein Verrat?

Die Reaktionen auf den Deal sind gespalten. Konservative Medien wie Fox News feierten den Schritt als „Sieg für den Frauensport“. Auf der anderen Seite kritisieren Menschenrechtsorganisationen und viele Wissenschaftler*innen den Vorgang als politische Erpressung.

Todd Wolfson, Präsident der American Association of University Professors, sprach offen von „Erpressung“ durch die Regierung und warf UPenn vor, trans Studierende verraten zu haben.

Amanda Shanor, Professorin an der Wharton School, äußerte „Trauer und Wut“ unter den Lehrenden. Sie fragte, ob die Regierung jetzt Ruhe geben werde – oder ob der nächste Eingriff bevorstehe.

Ein Präzedenzfall für andere Unis?

Bildungsministerin Linda McMahon sagte in einem TV-Interview, der Deal mit UPenn solle „Vorbildcharakter“ haben – für andere Universitäten, die „anerkennen, dass Männer keinen Platz im Frauensport haben“.

Damit setzt die Trump-Regierung ihren harten Kurs gegenüber progressiven Hochschulen fort. Bereits zuvor war die Universität von Virginia unter Druck gesetzt worden, deren Präsident inzwischen zurücktrat.

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