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Trump attackiert AT&T wegen Technikpanne bei Telefonkonferenz

Owantana (CC0), Pixabay

Donald Trump hat den US-Telekommunikationsriesen AT&T öffentlich scharf attackiert. Auslöser war eine massive technische Panne während einer geplanten Telefonkonferenz mit religiösen Führungspersönlichkeiten aus dem ganzen Land. Die Veranstaltung sollte offenbar dem Austausch mit konservativen Glaubensgruppen dienen, wurde aber durch die technischen Schwierigkeiten erheblich gestört oder komplett verhindert.

Trump äußerte sich empört auf seiner eigenen Plattform Truth Social:
„Ich hatte eine bedeutende Telefonkonferenz mit Glaubensführern aus dem ganzen Land – und AT&T ist nicht in der Lage, seine Technik zum Laufen zu bringen. Absolut peinlich. Vielleicht ist es Zeit, zu einem anderen Anbieter zu wechseln.“

Der Angriff ist nicht nur eine medienwirksame Bloßstellung für den Konzern, sondern auch ein politisches Signal. Trump, der aktuell erneut für das Präsidentenamt kandidiert, nutzt derartige Vorfälle häufig, um gezielt Unternehmen unter Druck zu setzen oder sie in seinen Kulturkampf einzubeziehen.

AT&T reagierte mit Schadensbegrenzung. Der Konzern teilte mit, man habe sich unmittelbar mit dem Weißen Haus bzw. Trumps Umfeld in Verbindung gesetzt und arbeite „mit Hochdruck“ daran, die Ursachen für die technischen Ausfälle zu identifizieren. Details zur Art der Panne oder zu konkreten Verantwortlichkeiten nannte das Unternehmen bislang nicht.

Brisant: Die öffentliche Schelte kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für AT&T. Der Konzern steht ohnehin unter Beobachtung – unter anderem wegen anhaltender Infrastrukturprobleme und Kundenzufriedenheitswerten, die zuletzt unter Druck geraten sind. Zudem ist Trump bekannt dafür, wirtschaftlichen Einfluss gezielt einzusetzen. In der Vergangenheit haben ähnliche Aussagen von ihm bereits zu Kursverlusten oder Boykottaufrufen gegenüber Unternehmen geführt.

Ob es sich bei der Panne um einen bloßen technischen Ausrutscher handelt oder ob sie für AT&T ein politisches Nachspiel hat, bleibt abzuwarten. Klar ist: Der Telekomriese muss sich nun nicht nur mit der Fehleranalyse befassen, sondern auch mit einem Imageproblem – und das in einem Wahljahr, in dem jede Störung zur politischen Waffe werden kann.

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