Aktenzeichen 67a IN 225/25
Mit Beschluss vom 27. Juni 2025 um 11:42 Uhr hat das Amtsgericht Hamburg im Verfahren 67a IN 225/25 eine entscheidende Maßnahme für die DELI Berlin GmbH getroffen. Die im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 198449 B eingetragene Gesellschaft mit Sitz in der Invalidenstraße 112 in Berlin wird von Geschäftsführer Martin Klauder geleitet und ist in der Welt der bewegten Bilder zuhause: Ob TV-Werbung, Spielfilm oder Serienproduktion — die DELI Berlin GmbH hat sich mit Kreativität und technischer Expertise einen Namen gemacht.
Doch hinter den Kulissen sieht es düster aus: Finanzielle Schwierigkeiten haben das Unternehmen gezwungen, den Weg in ein Insolvenzeröffnungsverfahren zu gehen. Um eine weitere Verschlechterung der Vermögenslage zu verhindern, ordnete das Gericht nun einschneidende Sicherungsmaßnahmen an.
Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wurde Rechtsanwältin Dr. Astrid Pohlmann-Weide aus Hamburg bestellt. Ab sofort darf die DELI Berlin GmbH nur noch mit ihrer Zustimmung über ihr Vermögen verfügen. Zahlungen an die Schuldnerin selbst sind den Drittschuldnern ausdrücklich untersagt — stattdessen ist die vorläufige Insolvenzverwalterin ermächtigt, Bankguthaben und Forderungen einzuziehen und eingehende Gelder in Empfang zu nehmen.
Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen die DELI Berlin GmbH werden mit sofortiger Wirkung gestoppt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind. Bereits begonnene Vollstreckungen werden vorerst eingestellt, um zu verhindern, dass Gläubiger sich bevorzugt bedienen und so die Masse weiter geschmälert wird.
Für das Team der DELI Berlin GmbH, ihre Auftraggeber und alle kreativen Köpfe, die an Produktionen beteiligt sind, bedeutet dieser Schritt vor allem eines: Ungewissheit. Doch mit der vorläufigen Insolvenzverwaltung besteht zumindest eine Chance, die Substanz des Unternehmens zu sichern und zu prüfen, ob ein Neuanfang möglich ist — vielleicht in einer neuen Struktur, vielleicht mit neuen Partnern.
Ob aus der Krise am Ende ein Rettungsplan entsteht oder ob die Lichter in den Studios für immer erlöschen, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden. Für den Moment steht fest: Die kreative Arbeit ruht auf einem finanziell brüchigen Fundament, das nun unter der strengen Aufsicht der Insolvenzverwaltung stabilisiert werden soll.
Amtsgericht Hamburg – Insolvenzgericht
27. Juni 2025