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Trump gegen Iran: Bomben, Beleidigungen und ein bisschen Weltherrschaft

MIH83 (CC0), Pixabay

Donald Trump hat wieder zugeschlagen – verbal, politisch und laut eigenen Aussagen auch militärisch. Nach dem US-Bombenangriff auf drei iranische Atomanlagen zeigt sich der Ex-Präsident gewohnt bescheiden: „Ich habe den Obersten Führer des Iran gerettet – vor einem hässlichen und unwürdigen Tod.“ So steht es auf seinem sozialen Lieblingsspielplatz.

Worum geht’s? Nach einem zwölftägigen Konflikt zwischen Israel und Iran hat die USA am Wochenende iranische Nuklearanlagen bombardiert. Der Iran antwortete mit einem Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt in Katar. Der Oberste Führer Ali Khamenei erklärte, das sei eine „Ohrfeige für Amerika“. Trump? Fühlte sich nicht geohrfeigt, sondern fast als Messias.

Denn, so der Ex-Präsident: Er hätte Khamenei töten lassen können – hat es aber nicht getan. Warum? Weil Trump anscheinend nicht nur Präsident, sondern auch Richter, Henker und Friedensengel in Personalunion ist.

„Ich wusste genau, wo er war,“ betont er. Ein beruhigender Gedanke für alle, die glauben, dass Staatsmänner sich an diplomatische Standards halten.

Ursprünglich habe er überlegt, die Sanktionen gegen den Iran zu lockern, so Trump weiter – doch nach Khameneis „bösem Brief voller Hass“ habe er das Projekt sofort gestrichen. Das Prinzip ist klar: Wer dem Don persönlich widerspricht, bekommt keine wirtschaftliche Erleichterung, sondern eine Twitter-Tirade mit Explosionspotenzial.

Und was ist mit neuen Angriffen? Klar, sagt Trump auf Nachfrage. „Sicher, ohne Frage, absolut.“ Es klingt wie eine Bestellung beim Lieferservice – nur geht’s um Luftangriffe.

Die IAEA, die UN-Atomaufsicht, soll jetzt bitte die Bombenziele inspizieren. Trump besteht darauf, dass die iranischen Nuklearanlagen „ausgelöscht“ seien – auch wenn das Pentagon das anders sieht. Aber Trump glaubt lieber sich selbst als allen Berichten. Man kennt das.

Iran wiederum hat den Inspektoren inzwischen offiziell Hausverbot erteilt. Das Parlament beschloss, keine weiteren Überprüfungen zuzulassen – man habe schließlich Wichtigeres zu tun, zum Beispiel Sanktionen überleben oder Bombenkrater zuschütten.

Trotz allem glaubt Trump: Der Iran sei „erschöpft“ und wolle verhandeln. Nur: Es gibt noch kein Treffen, kein Plan, kein Gespräch. Dafür umso mehr Zitate.


Fazit:
In Trumps Welt ist Diplomatie eine Reality-Show, in der er gleichzeitig Regisseur, Held und Feindbild spielt. Wer widerspricht, bekommt Bomben. Wer gehorcht, vielleicht ein Gespräch.
Außenpolitik à la Trump – jetzt wieder mit Feuerwerk.

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