Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) schlägt Alarm: Am vergangenen heißen Sommerwochenende sind in Deutschland mindestens 15 Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Es war, so DLRG-Sprecher Martin Holzhause gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), „das tödlichste Wochenende des Jahres – und eines der schlimmsten der vergangenen zehn Jahre.“
Die traurige Bilanz ist Teil eines besorgniserregenden Trends: Seit drei Jahren verzeichnet die DLRG einen kontinuierlichen Anstieg der Ertrinkungszahlen. Im Jahr 2024 ertranken 411 Menschen in deutschen Gewässern – Tendenz steigend.
Ursachen für diese Entwicklung sieht die DLRG unter anderem in leichtsinnigem Verhalten, dem Unterschätzen von Gefahren, aber auch in mangelnden Schwimmfähigkeiten, gerade bei Kindern und Jugendlichen. Holzhause betont: „An heißen Wochenenden steigt das Risiko erheblich, weil sich viele Menschen in oft unbeaufsichtigte Gewässer wagen.“
Die DLRG mahnt daher eindringlich zu größerer Vorsicht und Schwimmausbildung, vor allem in Zeiten zunehmender Hitzewellen und überfüllter Badeorte. Was als Erfrischung gedacht ist, kann schnell zur tödlichen Gefahr werden.