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BaFin warnt vor Identitätsmissbrauch bei angeblichen Festgeldangeboten von labouchere-invest.com

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 26. Juni 2025 eine dringende Warnung vor der Website labouchere-invest.com veröffentlicht. Dort werden angebliche Festgeldangebote sowie weitere Finanz- und Wertpapierdienstleistungen beworben – ohne die erforderliche Erlaubnis nach deutschem Recht.

Besonders schwerwiegend: Die Anbieter der Website erwecken den Anschein, es handle sich um ein Angebot der ehemaligen niederländischen Bank Labouchere N.V.. Tatsächlich handelt es sich dabei um einen klaren Fall von Identitätsmissbrauch. Die frühere Bank Labouchere N.V. hat nichts mit den Angeboten auf der genannten Website zu tun.

Was steckt hinter dem Warnhinweis?

In Deutschland dürfen Finanz- und Wertpapierdienstleistungen nur dann angeboten werden, wenn das Unternehmen dafür eine Erlaubnis der BaFin erhalten hat. Verstöße dagegen – wie im Fall von labouchere-invest.com – sind rechtswidrig und potenziell betrügerisch. Solche Angebote zielen häufig darauf ab, Verbraucher in eine Falle zu locken und deren Ersparnisse zu erschleichen.

Die Warnung der BaFin stützt sich auf § 37 Absatz 4 des Kreditwesengesetzes (KWG). Sie spricht immer dann Warnungen aus, wenn der Verdacht besteht, dass unerlaubt Finanzgeschäfte betrieben oder fälschlicherweise amtliche Zulassungen vorgetäuscht werden.

Was sollten Anleger tun?

  • Niemals Geld überweisen, wenn Unklarheit über die Seriosität eines Anbieters besteht.

  • Keine vertraulichen Daten preisgeben – insbesondere keine Ausweiskopien, Kontonummern oder Steuerinformationen.

  • Die BaFin empfiehlt dringend, sich vor jeder Geldanlage zu informieren, ob ein Anbieter in der offiziellen Unternehmensdatenbank der BaFin gelistet ist: www.bafin.de.

  • Im Verdachtsfall kann man sich an die Verbraucherzentralen oder direkt an die BaFin wenden.

Hintergrund: Festgeld als Lockmittel

Gerade in Zeiten niedriger oder unsicherer Zinsen werden Verbraucher mit attraktiv klingenden Festgeldangeboten geködert – häufig mit unrealistisch hohen Zinsen. Solche Angebote sind ein klassisches Einfallstor für Betrug. Kriminelle nutzen bekannte Namen – wie in diesem Fall „Labouchere“ – um Vertrauen zu erschleichen.

Fazit

labouchere-invest.com ist kein zugelassenes Finanzinstitut. Es besteht der Verdacht auf Identitätsmissbrauch und unerlaubte Finanzgeschäfte. Die BaFin rät dringend zur Vorsicht – und betont: Seriöse Anbieter lassen sich transparent identifizieren. Anlegerinnen und Anleger sollten sich nicht von vermeintlichen Top-Konditionen blenden lassen – sondern stets sorgfältig prüfen, mit wem sie es zu tun haben.

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