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NFL: Jetzt offiziell – Collusion ist okay, solange man es „Koordination“ nennt

jorono (CC0), Pixabay

In einer Wendung, die selbst die härtesten Linebacker sprachlos macht, hat ein unabhängiger Schlichter festgestellt: Ja, die NFL-Führung hat die Teams ermuntert, sich gemeinsam gegen garantierte Spielerverträge zu stellen – aber keine Sorge, wirklich kolludiert wurde natürlich nicht.

Willkommen im Bürokratie-Bowl der NFL 2025, wo es weniger um Touchdowns und mehr um Wortklauberei geht.

Deshaun Watson als Trigger – oder: Der Vertrag, der zu viel garantierte

Alles begann damit, dass die Cleveland Browns 2022 Deshaun Watson einen voll garantierten 230-Millionen-Dollar-Vertrag gaben. Die Reaktion der anderen NFL-Besitzer? Eine Mischung aus Schockstarre und Panik-Slacks. Also: Ab zur jährlichen Eigentümertagung – diesmal mit dem inoffiziellen Motto „Wie verhindern wir noch mehr solcher Deals?“

Kommissar Roger Goodell, der Mann für alle Lagen (außer moralische), war laut Schlichter Droney zwar anwesend, hat aber natürlich nichts befohlen. Er war vermutlich nur da für die Käseplatte.

SMS der Schande

Der Höhepunkt des Reports: Die Veröffentlichung von Textnachrichten zwischen Cardinals-Boss Michael Bidwill und Chargers-Eigner Dean Spanos. Man schreibt sich dort so liebevoll wie zwei Schulfreunde beim Spicken vor der Mathearbeit:

„Dein Deal hilft uns bei unserem QB nächstes Jahr.“
– Spanos

„Cleveland hat echt alles versaut, aber ich habe die Garantien niedrig gehalten.“
– Bidwill

Klingt harmlos? Für Juristen mag das keine Collusion sein – für Fans riecht das eher nach Salary-Cap-Kartell light.

NFLPA: „Wir sind enttäuscht“ (Übersetzung: stinksauer)

Die Spielergewerkschaft NFLPA hatte die Klage noch unter dem alten Direktor DeMaurice Smith eingereicht. Zwar wurde der Schiedsantrag „komplett abgewiesen“, doch das eigentliche Eingeständnis bleibt: Die Liga hat den Ton gesetzt – auch wenn keiner offiziell den Taktstock schwang.

Interessant: Selbst Lamar Jackson, der sich mutig selbst vertritt (und scheinbar kein funktionierendes Handy hatte), bekam keinen einzigen direkten Kontakt von Teams, obwohl er auf dem Markt war. Ein Schelm, wer hier eine koordinierte Nichtverhandlung wittert.

Fazit: Football, Geld und das große „Wir doch nicht“

Offiziell wurde nichts Verbotenes getan. Man hat sich nur ein bisschen ausgetauscht, strategisch gesprochen, vielleicht einen PowerPoint mit dem Titel „Wie zähmen wir Millionäre?“ gezeigt. Aber alles ganz im Rahmen. Versprochen.

Der Fall zeigt erneut: In der NFL ist nicht nur das Spiel auf dem Feld ein Spektakel – auch hinter den Kulissen wird getrickst, geblockt und geblufft. Und wenn man genug Anwälte hat, ist Collusion eben nur ein weiteres Playbook mit Fußnoten.

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