Inmitten einer aufgeheizten politischen Lage ist ein weiterer Zwischenfall zwischen den US-Parteien öffentlich entflammt: Senator Alex Padilla (Demokrat, Kalifornien) reagierte deutlich auf eine respektlose Äußerung des republikanischen Vizepräsidenten JD Vance.
Bei einer Pressekonferenz am 20. Juni in Los Angeles bezeichnete Vance den ersten Latino-Senator Kaliforniens irrtümlich als „José Padilla“ – obwohl beide gemeinsam im Senat gedient hatten. Padilla zeigte sich in einem Interview mit MSNBC am folgenden Tag verärgert: „Er kennt meinen Namen. Das zeigt nur, wie kleinlich und unseriös diese Regierung ist.“
Die Bemerkung fiel im Zusammenhang mit Protesten gegen neue Einwanderungsgesetze, bei denen es zu militärischen Einsätzen kam – von der Trump-Administration als notwendig verteidigt, von Demokraten hingegen scharf kritisiert.
Bereits am 12. Juni war Padilla bei einer Pressekonferenz von Heimatschutzministerin Kristi Noem gewaltsam entfernt und in Handschellen abgeführt worden – ein Vorfall, den viele Demokraten als politischen Einschüchterungsversuch bewerteten und eine Untersuchung forderten. Das Weiße Haus hingegen warf Padilla „politisches Theater“ vor.
Der Namensfehler durch JD Vance fügt sich nun in eine Reihe hitziger parteipolitischer Auseinandersetzungen und wird in den Medien als Ausdruck mangelnden Respekts und möglicher Diskriminierung diskutiert.