Am 19. Juni, dem Juneteenth-Feiertag, sorgte US-Präsident Donald Trump für Empörung mit einem Social-Media-Beitrag, in dem er sich kritisch über die wachsende Zahl an Feiertagen in den USA äußerte – ohne Juneteenth direkt zu benennen.
Was Trump sagte:
„Es kostet unser Land MILLIARDEN VON DOLLARN, all diese Geschäfte geschlossen zu halten. Die Arbeiter wollen das auch nicht! Bald haben wir für jeden früheren Werktag einen Feiertag.“
Er bezeichnete Feiertage als wirtschaftlich schädlich und bezog sich offenbar auf Juneteenth, der in den USA seit 2021 ein bundesweiter Feiertag ist.
Hintergrund zu Juneteenth:
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Juneteenth erinnert an den 19. Juni 1865, als in Galveston, Texas, die letzten versklavten Menschen in den ehemaligen Konföderiertenstaaten offiziell für frei erklärt wurden.
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Der Tag hat eine hohe symbolische Bedeutung für Afroamerikaner und wurde 2021 von Präsident Joe Biden zum offiziellen Feiertag erklärt.
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2020 rückte Juneteenth durch die Black Lives Matter-Proteste verstärkt ins öffentliche Bewusstsein.
Öffentliche Reaktionen & Kontext:
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Unklar, auf welche konkreten Kosten Trump sich bezieht, da private Unternehmen nicht verpflichtet sind, an Feiertagen zu schließen. Viele große Ketten wie Walmart, Target und Starbucks waren am 19. Juni geöffnet.
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Banken, Bundesämter und die Post waren wie üblich an dem Feiertag geschlossen.
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Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt bestätigte, dass es keine offizielle Würdigung oder Proklamation von Trump zum Feiertag gegeben habe.
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Trump hatte 2020 für Kritik gesorgt, als er eine Wahlkampfveranstaltung in Tulsa, Oklahoma, ursprünglich auf Juneteenth terminierte – dem Ort eines der schlimmsten rassistischen Massaker in der US-Geschichte. Der Termin wurde später geändert.
Fazit:
Trumps Äußerungen zum Juneteenth-Feiertag werden von vielen als respektlos gegenüber der afroamerikanischen Geschichte und Erinnerungskultur gewertet. Obwohl er in der Vergangenheit Juneteenth anerkannte, deutet sein aktueller Kommentar auf eine geringere Wertschätzung für den symbolträchtigen Feiertag hin. Die Diskussion über die gesellschaftliche Bedeutung von Gedenktagen und ihre wirtschaftliche Auswirkung dürfte damit weitergehen.