Aktenzeichen: 46 IN 47/25
Am 18. Juni 2025 um 14:10 Uhr hat das Amtsgericht Lüneburg einen bedeutenden Schritt im laufenden Insolvenzantragsverfahren gegen die Pahl GmbH unternommen. Die Gesellschaft mit Sitz im Hittfelder Kirchweg 21, 21220 Seevetal, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Lüneburg unter der Nummer HRB 110515, wird durch Herrn Jürgen Pahl aus Winsen (Luhe) als Geschäftsführer vertreten.
Zur Sicherung der vorhandenen Vermögenswerte und zur Vermeidung nachteiliger Veränderungen wurde die vorläufige Verwaltung über das Vermögen der Antragstellerin angeordnet. Dies bedeutet konkret: Die Pahl GmbH darf ab sofort nur noch mit Zustimmung eines vorläufigen Insolvenzverwalters über ihr Vermögen verfügen.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Marc-André Borchert aus Lüneburg bestellt. Seine Kanzlei befindet sich in der Anna-Vogeley-Straße 17, 21337 Lüneburg. Ihm obliegt es nun, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zu analysieren, Forderungen zu sichern und den Geschäftsbetrieb – soweit möglich – zu stabilisieren. Dies geschieht stets im Hinblick auf eine mögliche Sanierung oder geordnete Insolvenzabwicklung.
Gleichzeitig wurden alle Schuldner der Pahl GmbH – also Geschäftspartner und Kunden mit bestehenden Zahlungspflichten – dazu aufgefordert, ausschließlich unter Beachtung des gerichtlichen Beschlusses zu leisten, was in der Regel bedeutet: Zahlungen sind nur noch an den vorläufigen Insolvenzverwalter zulässig (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO).
Die getroffene gerichtliche Maßnahme kann von der Antragstellerin selbst sowie – in bestimmten Fällen – auch von betroffenen Gläubigern innerhalb einer Notfrist von zwei Wochen mit einer sofortigen Beschwerde angefochten werden. Zuständig für die Einlegung dieses Rechtsmittels ist das Amtsgericht Lüneburg – Insolvenzgericht, Am Ochsenmarkt 3, 21335 Lüneburg.
Mit diesem Beschluss ist die wirtschaftliche Lage der Pahl GmbH in eine neue Phase eingetreten. Der Ausgang des Verfahrens – ob es zu einer Sanierung oder zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens kommt – wird sich in den kommenden Wochen unter Mitwirkung des Insolvenzverwalters und der Gläubiger entscheiden. Klar ist: Das Unternehmen steht nun unter enger gerichtlicher und fachlicher Aufsicht.