Der US-amerikanische Regisseur, Schauspieler und Produzent Tyler Perry sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert: Schauspieler Derek Dixon hat am 13. Juni Klage wegen sexueller Belästigung und Missbrauchs eingereicht. Perry soll seine Machtstellung über mehrere Jahre hinweg genutzt haben, um sexuelle Gefälligkeiten zu erzwingen.
Dixon, der zwischen 2021 und 2025 in über 85 Folgen der BET-Serie The Oval mitspielte, fordert laut der Klageschrift 260 Millionen Dollar Schadensersatz. Er wirft Perry unter anderem sexuelle Nötigung, Belästigung am Arbeitsplatz, Körperverletzung, psychische Misshandlung und berufliche Vergeltung vor.
Laut der Klage soll Perry den Schauspieler zunächst bei einer Studio-Eröffnungsfeier 2019 kennengelernt und ihm eine Schauspielrolle angeboten haben. Dixon wurde daraufhin für Ruthless und später The Oval gecastet – seine bisher größte TV-Rolle. Bereits im Januar 2020 habe Perry erstmals körperliche Annäherungsversuche unternommen.
In der Klage heißt es, Perry habe „vulnerable Männer“ durch Rollenangebote, Geld und Geschenke in berufliche Abhängigkeit gebracht – um sie anschließend unter Druck zu setzen. Dixon behauptet, Perry habe angedeutet, dass er Rollen „aus dem Drehbuch streichen“ könne, wenn jemand seinen Forderungen nicht nachkomme.
Perrys Anwalt weist Vorwürfe entschieden zurück
Rechtsanwalt Matthew Boyd, Vertreter von Tyler Perry, reagierte scharf auf die Anschuldigungen: „Das ist der Versuch eines Einzelnen, sich durch eine geplante Intrige zu bereichern. Tyler Perry wird sich nicht erpressen lassen.“
Dixon zufolge habe er Perrys wiederholte Annäherungsversuche stets abgelehnt, aber aus Angst um seine Karriere zunächst geschwiegen. In der Klage enthalten sind angeblich auch Textnachrichten und Screenshots, die Perrys Verhalten dokumentieren sollen.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hat Perry selbst sich öffentlich noch nicht geäußert. Der Fall wird voraussichtlich medienwirksam vor Gericht verhandelt werden.