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Ein Vater, ein Stück Leber und ein neues Leben: Wie Ross Marsh das Leben seiner Tochter rettete

wondermar (CC0), Pixabay

Als Ross Marshs Tochter Mackenzie gerade zwei Tage alt war, bemerkte er erste Anzeichen, dass etwas nicht stimmte: Ihre Haut war gelblich verfärbt – ein Anzeichen für Neugeborenen-Gelbsucht. Doch bei Mackenzie besserte sich der Zustand nicht. Die Diagnose im Children’s Hospital Colorado lautete: Gallengangsatresie, eine seltene, lebensbedrohliche Lebererkrankung, bei der Gallenflüssigkeit nicht richtig abfließen kann. Nur etwa eines von 12.000 Neugeborenen ist betroffen.

Nach einer ersten Operation war schnell klar: Mackenzie würde ohne eine Lebertransplantation nicht überleben. Ihr Vater – Feuerwehrmann wie auch ihre Mutter Jennah – ließ sich testen und stellte zu seiner Erleichterung fest: Er war ein passender Spender.

Dank moderner roboterassistierter Chirurgie konnte die Transplantation am UCHealth University of Colorado Hospital so präzise durchgeführt werden, dass Ross bereits zwei Tage nach dem Eingriff wieder bei seiner acht Monate alten Tochter war.

Die Operation rettete Mackenzie das Leben. Bald schon kehrte ihr Lächeln zurück – ein Wendepunkt für die ganze Familie. Heute ist sie ein fröhliches, quirliges Kleinkind, das wieder wächst, spielt und sich fortbewegt. Die sichtbaren Narben auf ihren Bäuchen erinnern Vater und Tochter nun an die engste aller Verbindungen.

Doch Mackenzies Geschichte verweist auch auf ein größeres Problem: In den USA sterben jedes Jahr rund 40 Kinder, weil kein Spenderorgan verfügbar ist – obwohl viele Erwachsene theoretisch als lebende Spender infrage kämen. Die durchschnittliche Wartezeit auf ein Spenderorgan liegt bei acht Monaten – in akuten Fällen kann das zu spät sein.

Für Ross Marsh war klar: Sollte es schiefgehen, müsse seine Tochter Vorrang haben. „Sie ist Nummer eins, ich bin Nummer zwei.“
Dank einer Welle von Solidarität – Kollegen, die Schichten übernahmen, eine funktionierende Krankenversicherung, gute ärztliche Betreuung – hatte seine Familie eine Chance, die viele andere nicht bekommen.

Zum Vatertag ist Marsh wieder im Dienst – aber für ihn ist jeder Tag mit Mackenzie ein Feiertag: „Es ist erstaunlich, wie sich die Perspektive aufs Leben verändert, wenn man Vater wird.“

Eine Geschichte über Mut, moderne Medizin – und die bedingungslose Liebe eines Vaters.

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