Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), hat das Konsumverhalten in Deutschland deutlich kritisiert und einen Kulturwandel im Umgang mit Alkohol und Tabak gefordert. „Wir haben ein Alkohol- und Tabakproblem in Deutschland“, sagte Streeck und verwies dabei auf den tief verwurzelten Stellenwert des Alkoholkonsums in der deutschen Gesellschaft. „Einen Kulturwechsel macht die Gesellschaft nur langsam mit“, so der Drogenbeauftragte.
Streeck bekräftigte seine Forderung, das sogenannte begleitete Trinken in Deutschland abzuschaffen. Diese Regelung erlaubt es Minderjährigen in Begleitung von Erwachsenen schon frühzeitig Alkohol zu konsumieren. Nach Ansicht des Drogenbeauftragten könnte die Abschaffung dieser Ausnahmeregel dazu beitragen, den Alkoholkonsum vor allem unter Jugendlichen weiter zu senken.
Der CDU-Politiker macht sich seit längerem für strengere Maßnahmen im Bereich Prävention und Aufklärung stark. Ziel sei es, langfristig das Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung zu verringern und die gesellschaftliche Akzeptanz von Alkohol und Tabak nachhaltig zu hinterfragen.