Startups sind die Innovationsmotoren unserer Zeit – und Deutschland droht, international den Anschluss zu verlieren. In einem aktuellen Gespräch im Podcast Zukunft Kapital erklärt der erfahrene Investor Alfred Wieder, warum gezielte Investments in junge Unternehmen für die wirtschaftliche Zukunft des Landes unerlässlich sind.
Startups entwickeln nicht nur technologische Neuerungen und klimafreundliche Produkte, sie schaffen auch Arbeitsplätze und lösen Probleme, bei denen traditionelle Strukturen oft versagen – von der Digitalisierung bis zur Energiewende. Doch viele dieser Ideen bleiben mangels Kapital in der Schublade.
Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland hinterher. Gründe dafür sind laut Wieder: bürokratische Hürden, steuerliche Nachteile und eine gesellschaftlich verbreitete Skepsis gegenüber unternehmerischem Risiko. „In anderen Ländern wird das Scheitern als Teil des Lernprozesses gesehen – in Deutschland wird es stigmatisiert“, kritisiert Wieder.
Um das zu ändern, fordert er drei zentrale Maßnahmen: Steuerliche Förderung von Frühphasen-Investments, Bürokratieabbau bei Gründungen sowie den Ausbau staatlicher Co-Investments. Nur so könne Deutschland ein innovationsfreundlicheres Klima schaffen.
Ein Beispiel aus der Praxis zeigt den Erfolg: Ein Startup, das digitale Medikamentenverpackungen entwickelt, konnte sich dank frühzeitiger Investitionen am Markt etablieren – und steht heute vor dem internationalen Durchbruch.
Wieders Appell: Auch Privatanleger können sich beteiligen – sinnvoll, breit gestreut und mit guter Beratung. Denn: Wer in Startups investiert, investiert in die Zukunft des Landes. Ohne mutige Kapitalgeber könnten viele Innovationen gar nicht entstehen.
„Startups sind keine Spielwiese für Träumer – sie sind die Grundlage für eine moderne, widerstandsfähige Volkswirtschaft“, so Alfred Wieder.