Die israelische Regierung hat scharf auf die Ankündigung reagiert, dass ein von Aktivisten gesteuertes Segelschiff mit Greta Thunberg an Bord auf dem Weg in den Gazastreifen ist. Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, er habe der Armee ausdrücklich befohlen, das Schiff nicht passieren zu lassen.
„Der Staat Israel wird niemandem erlauben, die Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen“, sagte Katz.
Die Gruppe von Aktivistinnen und Aktivisten gibt an, ausschließlich humanitäre Hilfsgüter wie Babynahrung und medizinisches Material an Bord zu haben. Waffen seien nicht an Bord, betonen sie. Dennoch betrachtet Israel jeden Versuch, die von der Marine überwachte Blockade zu umgehen, als illegal und sicherheitsgefährdend.
Israel begründet die seit Jahren bestehende Seeblockade mit dem Schutz vor Waffenschmuggel für die radikalislamische Hamas, die im Gazastreifen regiert. Internationale Hilfslieferungen werden normalerweise über Landkoordinierungen oder in enger Abstimmung mit Israel und Ägypten abgewickelt.
Ob das Schiff tatsächlich versuchen wird, die Blockade zu durchbrechen, oder ob es zuvor gestoppt wird, bleibt abzuwarten. Bereits in der Vergangenheit kam es zu ähnlichen Konfrontationen – teils mit gewaltsamen Zwischenfällen, etwa bei der bekannten „Gaza-Flottille“ im Jahr 2010.
Die Aktion dürfte in jedem Fall die ohnehin angespannte politische Lage weiter zuspitzen – insbesondere, da mit Greta Thunberg eine weltweit prominente Figur des Aktivismus beteiligt ist. Die internationale Reaktion auf ein mögliches Eingreifen Israels wird mit Spannung erwartet.