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Diddy zahlte angeblich 100.000 Dollar, um Überwachungsvideo von Cassie-Angriff zu vernichten

geralt (CC0), Pixabay

Der laufende Gerichtsprozess gegen den Musikmogul Sean „Diddy“ Combs nimmt eine neue Wendung: Ein ehemaliger Sicherheitsmitarbeiter eines Hotels sagte am Dienstag aus, Combs habe 100.000 US-Dollar in bar gezahlt, um ein belastendes Überwachungsvideo aus dem Jahr 2016 verschwinden zu lassen. Das Video zeigt offenbar, wie Combs seine damalige Freundin, Sängerin Cassie Ventura (heute Ventura Fine), in einem Hotelflur körperlich angreift.

🎥 Der Vorfall: Gewalt im Flur

Das Video wurde bereits 2024 von CNN veröffentlicht und sorgte für weltweite Empörung. Es zeigt, wie Combs Cassie stößt und durch den Flur des InterContinental Hotels zieht. Diese Aufnahmen sind zentrales Beweismittel im aktuellen Prozess wegen mutmaßlicher Körperverletzung und weiterer schwerer Vorwürfe.

💬 Aussage unter Eid: „Es ist schlecht“

Eddy Garcia, der damalige Sicherheitsbeamte im Hotel, sagte vor Gericht aus, kurz nach dem Vorfall habe ihn Combs’ damalige Stabschefin Kristina „KK“ Khorram kontaktiert, um an das Videomaterial zu gelangen. Nachdem Garcia ihr am Telefon mitteilte, „es sei schlecht“, sei sie persönlich ins Hotel gekommen. Kurz darauf habe Garcia mit Combs selbst gesprochen, der sehr nervös gewirkt und das Material als potenziell „verheerend“ für seine Karriere bezeichnet habe.

Combs habe zunächst versucht, Garcia mit Worten zu überzeugen. Als dieser jedoch auf seine Vorgesetzten verwies, sei schließlich ein finanzieller Deal vereinbart worden – vermittelt über den Sicherheitschef des Hotels, Bill Medrano, der angeblich selbst 50.000 Dollar für das Material verlangte.

💵 Der Deal

Garcia schilderte, er habe die einzige Kopie des Videos auf einem USB-Stick in ein Hochhaus gebracht, wo ihn Combs und Khorram persönlich empfingen. Dort unterschrieb er eine Verschwiegenheitserklärung (NDA), in der er bestätigte, keine Kopien oder Backups aufzubewahren.

Combs habe ihm daraufhin einen braunen Beutel mit 100.000 Dollar in bar überreicht und ihm geraten, „keine großen Anschaffungen“ zu machen, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Garcia behielt 30.000 Dollar, gab 50.000 an Medrano weiter und verteilte den Rest an andere Mitarbeiter.

🧾 Kein Bankeintrag, keine Steuern

Laut Garcia deponierte er das Geld nie auf einem Konto und meldete es auch nicht beim Finanzamt. Er kaufte sich ein gebrauchtes Auto in bar.

📉 Ein Muster der Vertuschung?

Die Staatsanwaltschaft versucht mit dieser und weiteren Aussagen ein Bild von Diddy als einem Mann zu zeichnen, der seinen Reichtum und Einfluss gezielt nutzte, um Missbrauch zu vertuschen und strafbare Handlungen zu verschleiern. Das Bargeld sei Teil eines breiten Musters, mit dem Combs Zeugen zum Schweigen gebracht und seine öffentliche Reputation geschützt habe.

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