In Boulder, einer Stadt im US-Bundesstaat Colorado, hat ein Mann bei einer pro-israelischen Demonstration zwölf Menschen mit Feuer verletzt. Der Täter benutzte einen selbstgebauten Flammenwerfer und warf sogenannte Molotowcocktails auf die Teilnehmer. Viele Opfer sind älter, eine von ihnen ist 88 Jahre alt und Überlebende des Holocausts.
Was ist passiert?
Am Sonntag (1. Juni) griff der 45-jährige Mohamed Sabry Soliman eine regelmäßige Demonstration mit dem Namen „Run for Their Lives“ an. Diese findet wöchentlich statt und ruft zur Freilassung von Geiseln auf, die von der Terrorgruppe Hamas im Oktober 2023 entführt wurden.
Soliman rief dabei „Free Palestine“ (Freiheit für Palästina) und sagte später, dass er alle „Zionisten“ hasse. Er habe die Tat ein Jahr lang geplant und absichtlich gewartet, bis seine Tochter ihren Schulabschluss gemacht hatte.
Die Opfer:
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12 Menschen wurden verletzt, einige schwer.
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Zwei wurden in eine Spezialklinik geflogen.
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Die Opfer sind zwischen 52 und 88 Jahre alt.
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Eine Frau erlitt Brandverletzungen an den Beinen, eine Passantin half ihr mit einem Handtuch.
Was sagen die Behörden?
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Soliman wurde noch am Tatort festgenommen.
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Er wurde wegen Hassverbrechen auf Bundesebene angeklagt.
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Weitere Anklagen, darunter versuchter Mord und Besitz von Brandwaffen, wurden auf Landesebene erhoben.
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Bei ihm wurden 16 unbenutzte Brandbomben gefunden.
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Laut FBI handelt es sich um einen Terrorakt.
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Die Kaution wurde auf 10 Millionen Dollar festgelegt.
Hintergrund des Täters:
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Soliman kommt ursprünglich aus Ägypten und lebt seit 2022 in den USA.
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Er kam mit einem Touristenvisum, das bereits abgelaufen war.
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Er arbeitete für Uber, hatte aber keine bekannten Vorstrafen.
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Die Feuerbomben soll er laut eigenen Angaben im Internet gebaut haben.
Reaktionen aus der Gesellschaft:
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Die jüdische Gemeinde in Boulder ist tief erschüttert.
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Der Gouverneur von Colorado, Jared Polis (selbst jüdisch), verurteilte die Tat scharf: „Hass hat in Colorado keinen Platz.“
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Der Angriff fand am jüdischen Feiertag Schawuot statt – nur zwei Wochen nach einem weiteren antisemitischen Angriff in Washington, D.C.
Mehr Sicherheit für jüdische Einrichtungen:
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Jüdische Organisationen bieten jetzt verstärkt Sicherheitstrainings an.
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Die Polizei und private Sicherheitsdienste schützen aktuell Schulen, Synagogen und Gemeindezentren.
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Ein landesweites jüdisches Sicherheitsnetzwerk bildet mittlerweile tausende Menschen in Selbstschutz aus.
Politische Reaktionen:
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Ex-Präsident Donald Trump machte die Einwanderungspolitik von Präsident Biden für den Angriff verantwortlich.
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Er fordert strengere Grenzkontrollen und schnellere Abschiebungen bei gefährlichen Personen.