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USA: Amazon erstattet Käufern Geld – sogar für Rückgaben aus dem Jahr 2018

geralt (CC0), Pixabay

Was ist passiert?

  • Amazon zahlt derzeit Rückerstattungen an Kund*innen in den USA aus – teils für Rücksendungen, die bis ins Jahr 2018 zurückreichen.

  • Der Online-Riese spricht von einer „sehr kleinen Kundengruppe“, deren Rücksendungen damals nicht korrekt abgeschlossen oder nicht verifiziert wurden.

Wie kam es dazu?

  • Interne Prüfung bei Amazon deckte Fehler bei alten Rückerstattungsprozessen auf.

  • In vielen Fällen wurde zwar eine Rückgabe eingeleitet, aber kein Geld überwiesen oder die Rücksendung nicht anerkannt.

Was sagt Amazon?

  • Keine Aktion von Kundenseite nötig: Rückerstattungen werden automatisch gutgeschrieben.

  • Zukünftig will Amazon Rückgabeprobleme schneller erkennen und kommunizieren.

Prominentes Beispiel:

  • Steven Pope, Gründer von „My Amazon Guy“, postete auf LinkedIn, dass er im Mai 2025 1.798,81 USD für einen TV-Kauf aus 2018 erstattet bekam – nach 7 Jahren Wartezeit.

Finanzielle Auswirkungen für Amazon:

  • CFO Brian Olsavsky erklärte bei der Q1-Bilanzpressekonferenz am 1. Mai, dass Amazon einen Sonderposten von 1,1 Milliarden Dollar gebucht habe.

  • Dieser umfasst u. a. alte Rückgabeprobleme und Lagerkosten wegen drohender Zölle.

Juristischer Hintergrund:

  • Amazon steht im Fokus einer Sammelklage, in der Kunden angeben, nach Rücksendungen erneut belastet worden zu sein.

  • Amazon argumentiert, Rückerstattungen könnten bei beschädigten, fehlenden oder falschen Rücksendungen widerrufen werden.

  • Ein US-Bundesrichter in Seattle lehnte Ende April Amazons Antrag auf Einstellung des Verfahrens ab. Der Fall befindet sich nun in der Beweisaufnahme (Discovery Phase).


Fazit:
Amazon räumt (teils spät) Fehler bei Rückgaben ein – und setzt damit ein überraschendes Signal in einem laufenden Rechtsstreit. Die Rückerstattungen sorgen für Staunen – und Nachfragen, ob weitere Tech-Giganten bald folgen müssen.

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