Was ist passiert?
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Amazon zahlt derzeit Rückerstattungen an Kund*innen in den USA aus – teils für Rücksendungen, die bis ins Jahr 2018 zurückreichen.
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Der Online-Riese spricht von einer „sehr kleinen Kundengruppe“, deren Rücksendungen damals nicht korrekt abgeschlossen oder nicht verifiziert wurden.
Wie kam es dazu?
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Interne Prüfung bei Amazon deckte Fehler bei alten Rückerstattungsprozessen auf.
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In vielen Fällen wurde zwar eine Rückgabe eingeleitet, aber kein Geld überwiesen oder die Rücksendung nicht anerkannt.
Was sagt Amazon?
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Keine Aktion von Kundenseite nötig: Rückerstattungen werden automatisch gutgeschrieben.
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Zukünftig will Amazon Rückgabeprobleme schneller erkennen und kommunizieren.
Prominentes Beispiel:
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Steven Pope, Gründer von „My Amazon Guy“, postete auf LinkedIn, dass er im Mai 2025 1.798,81 USD für einen TV-Kauf aus 2018 erstattet bekam – nach 7 Jahren Wartezeit.
Finanzielle Auswirkungen für Amazon:
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CFO Brian Olsavsky erklärte bei der Q1-Bilanzpressekonferenz am 1. Mai, dass Amazon einen Sonderposten von 1,1 Milliarden Dollar gebucht habe.
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Dieser umfasst u. a. alte Rückgabeprobleme und Lagerkosten wegen drohender Zölle.
Juristischer Hintergrund:
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Amazon steht im Fokus einer Sammelklage, in der Kunden angeben, nach Rücksendungen erneut belastet worden zu sein.
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Amazon argumentiert, Rückerstattungen könnten bei beschädigten, fehlenden oder falschen Rücksendungen widerrufen werden.
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Ein US-Bundesrichter in Seattle lehnte Ende April Amazons Antrag auf Einstellung des Verfahrens ab. Der Fall befindet sich nun in der Beweisaufnahme (Discovery Phase).
Fazit:
Amazon räumt (teils spät) Fehler bei Rückgaben ein – und setzt damit ein überraschendes Signal in einem laufenden Rechtsstreit. Die Rückerstattungen sorgen für Staunen – und Nachfragen, ob weitere Tech-Giganten bald folgen müssen.