Präsident Donald Trump hat gemeinsam mit Verteidigungsminister Pete Hegseth ein ambitioniertes Verteidigungsprojekt vorgestellt: eine umfassende Raketenabwehr namens „Golden Dome“, die die gesamte USA gegen Bedrohungen aus der Luft schützen soll. Die geplanten Kosten belaufen sich auf 175 Milliarden US-Dollar, der Start erfolgt mit einer ersten Tranche von 25 Milliarden.
„Es ist eine Investition für kommende Generationen – in die Sicherheit Amerikas und aller Amerikaner“, erklärte Hegseth am Montag in Washington.
Dreistufiges Verteidigungssystem gegen neue Bedrohungen
Das System soll in drei Ebenen strukturiert sein, so General Gregory Guillot vom Northern Command in einer Stellungnahme gegenüber dem US-Senat:
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Sensoren sollen Bedrohungen wie Hyperschallraketen, Drohnen oder Marschflugkörper frühzeitig erkennen.
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Bodenbasierte Abfangsysteme sollen Interkontinentalraketen neutralisieren.
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Zusätzliche Systeme sollen tiefer fliegende Bedrohungen, etwa Drohnen oder Hyperschallwaffen, abwehren.
Die Leitung des Programms wurde an Space Force-General Michael Guetlein übergeben. Dieser bezeichnete das Vorhaben als „kühn und aggressiv“ – notwendig wegen wachsender Gefahren durch Länder wie Russland und China.
Politische Einbindung: Teil des Mega-Steuerpakets
Die Finanzierung des Projekts ist in Trumps großem Steuerkürzungs- und Ausgabenpaket enthalten, das aktuell durch den Kongress verhandelt wird. Der Präsident betonte, dass das System bis Ende seiner Amtszeit 2029 vollständig einsatzbereit sein solle.
Kritik: Hohe Kosten – unklare Wirksamkeit
Skeptiker warnen vor extrem hohen Kosten und technischer Unsicherheit. Laut dem Congressional Budget Office (CBO) würde ein minimalistisches, weltraumbasiertes Abwehrsystem gegen einzelne Raketen bereits über 160 Milliarden US-Dollar in 20 Jahren verschlingen. Die Golden-Dome-Variante, die deutlich umfangreicher sein soll, könnte weit mehr kosten.
Senator Angus King (I-Maine) äußerte Zweifel:
„Wenn wir für das Festland das gleiche Niveau an Verteidigung wie auf Guam wollen, sprechen wir über extrem hohe Summen.“
King plädiert stattdessen für eine stärkere Förderung von gerichteten Energiewaffen (z. B. Laser), die langfristig effizienter und kostengünstiger sein könnten.
Rüstungsdynamik und atomare Risiken
Rüstungskontroll-Experten warnen, dass solche Projekte langfristig die globale nukleare Stabilität gefährden könnten. Neue Verteidigungssysteme würden Staaten wie Russland oder China anspornen, komplexere Angriffswaffen zu entwickeln, um solche Schilde zu durchdringen – eine Dynamik, die an den Kalten Krieg erinnert.
Der Militärexperte Tom Karako vom Center for Strategic and International Studies widerspricht:
„Die erfolgreiche Abwehr des iranischen Raketenangriffs auf Israel 2023 hat bewiesen, dass funktionierende Raketenabwehr Kriege verhindern kann, statt sie zu provozieren.“
Fazit: Visionäres Projekt mit vielen Fragezeichen
Während Trump das Projekt als sicherheitspolitisches Prestigevorhaben inszeniert, bleiben viele Details offen: Welche Technologien werden genutzt? Wie realistisch ist der Zeitplan? Wie hoch ist der tatsächliche Schutzfaktor – besonders bei einem Massenangriff?