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Bas will Teilzeitfalle sprengen – Mehr Chancen für Frauen in Vollzeit gefordert

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hat sich klar positioniert: Die Teilzeitfalle für Frauen soll kein Dauerzustand bleiben. In einem Interview mit der Bild am Sonntag forderte sie deutlich bessere Arbeitsbedingungen, damit mehr Frauen – insbesondere Mütter – den Schritt in die Vollzeitbeschäftigung schaffen können.

Frauen wollen mehr arbeiten, können es aber oft nicht“, so Bas. Der Grund sei selten mangelnde Motivation, sondern ein strukturelles Problem: fehlende Kinderbetreuung, starre Arbeitszeiten und familienunfreundliche Jobmodelle machten es vielen Frauen schlicht unmöglich, ihre Arbeitszeit zu erhöhen.

Die Ministerin appelliert dabei vor allem an die Arbeitgeber: Sie müssten die Arbeitswelt so gestalten, dass Familienleben und Erwerbstätigkeit besser miteinander vereinbar sind – durch flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Optionen, verlässliche Dienstpläne und Rückkehrrechte aus der Teilzeit. „Das ist ungerecht – und da müssen wir ran“, erklärte Bas.

Warum das Thema wichtig ist:

  • In Deutschland arbeitet fast jede zweite berufstätige Frau in Teilzeit, viele davon unfreiwillig.

  • Die Folgen sind geringere Einkommen, Rentenlücken und eingeschränkte Karrierechancen.

  • Der Fachkräftemangel macht die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen wichtiger denn je.

Fazit: Bas setzt ein deutliches Signal: Wer Frauen gleichberechtigt im Arbeitsmarkt sehen will, muss endlich die Bedingungen schaffen, unter denen sie auch wirklich arbeiten können. Die „Teilzeitfalle“ ist kein individuelles Versagen – sie ist ein systemisches Versäumnis. Und genau da will die Ministerin nun ansetzen.

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