VdK-Präsidentin Bentele kritisiert fehlende gesetzliche Vorgaben – Appell an Politik und Wirtschaft
Berlin, 6. Mai 2025 – Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung hat der Sozialverband VdK mehr Verbindlichkeit beim Thema Barrierefreiheit gefordert. VdK-Präsidentin Verena Bentele sprach sich für einen gesetzlichen Anspruch auf Barrierefreiheit aus – auch im privaten Sektor.
„Solange private Anbieter von Gütern und Dienstleistungen nicht zur Barrierefreiheit verpflichtet sind, bleibt Teilhabe für viele Menschen mit Behinderung Wunschdenken“, sagte Bentele. Barrierefreiheit müsse zur Selbstverständlichkeit werden – etwa beim Besuch von Kinos, Geschäften oder Restaurants.
Besonders dringend sei der barrierefreie Umbau von Bahnhöfen. „Menschen mit Mobilitätseinschränkungen warten oft jahrelang auf Verbesserungen – das muss sich ändern“, betonte Bentele.
Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung findet jährlich am 5. Mai statt und macht auf bestehende Diskriminierungen sowie den Handlungsbedarf bei Inklusion und Teilhabe aufmerksam. Der VdK fordert seit Jahren, dass Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen gesetzlich verankert wird – nicht nur in öffentlichen Einrichtungen, sondern auch im privaten Alltag.