Steigende Einsatzzahlen bringen Rettungsdienste an ihre Grenzen – DRK und Politik schlagen Alarm
Berlin, 7. Mai 2025 – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) dringt auf eine grundlegende Reform der Notfallversorgung in Deutschland. Angesichts massiv steigender Einsatzzahlen stoße der Rettungsdienst vielerorts an seine Grenzen, warnte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt in der Süddeutschen Zeitung. Die derzeitige Struktur sei nicht mehr tragfähig.
Besonders kritisch sei die unzureichende Ausstattung der außerklinischen Notfallversorgung. „Sie muss sich am tatsächlichen Bedarf orientieren – nicht an der Kassenlage“, forderte Hasselfeldt.
Auch der Grünen-Gesundheitspolitiker und Notfallmediziner Janosch Dahmen zeigt sich besorgt: „Die Überlastung der Notfallversorgung ist inzwischen sprichwörtlich lebensgefährlich. Vielerorts brennt das System lichterloh.“
Das DRK fordert klare gesetzliche Regelungen, eine bessere Verzahnung von Rettungsdiensten und Kliniken sowie mehr Investitionen in Personal und Infrastruktur. Eine Reform sei dringend nötig, um die flächendeckende Notfallversorgung langfristig zu sichern.