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Essstörungen bei Mädchen stark gestiegen – Krankenkasse warnt vor Social-Media-Einfluss

Conmongt (CC0), Pixabay

Zahl der Fälle bei 12- bis 17-Jährigen um fast 50 Prozent gestiegen – KKH sieht besorgniserregenden Trend zur Selbstoptimierung

Hannover, 6. Mai 2025 – Die Zahl der diagnostizierten Essstörungen unter Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Das geht aus aktuellen Daten der KKH Kaufmännischen Krankenkasse hervor. Demnach nahm die Zahl der Fälle von Magersucht, Bulimie und Binge-Eating zwischen 2019 und 2023 um fast 50 Prozent zu – von 101 auf 150 Fälle pro 10.000 Versicherte.

Die Kasse warnt vor dem Einfluss sozialer Medien und einem zunehmenden gesellschaftlichen Druck zur Selbstoptimierung. „Insbesondere Plattformen wie TikTok oder Instagram vermitteln unrealistische Schönheitsideale und verstärken die Tendenz zu extremem Essverhalten“, so eine Sprecherin der KKH.

Auch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie spielen laut Expert:innen eine Rolle: Isolation, Bewegungsmangel und der Wegfall stabilisierender Alltagsstrukturen hätten bei vielen Jugendlichen zur Verschärfung psychischer Probleme beigetragen.

Gesundheitsorganisationen und Fachverbände fordern mehr Aufklärung, Prävention und niedrigschwellige Hilfsangebote – besonders in Schulen und Jugendeinrichtungen. Essstörungen gelten als ernsthafte psychische Erkrankungen mit potenziell lebensbedrohlichem Verlauf, wenn sie nicht frühzeitig erkannt und behandelt werden.

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