Rund einen Monat nach dem schockierenden Fund zweier Leichen in einem Güllebecken in Gröditz (Sachsen) herrscht nun Klarheit über die Identität der Toten. Wie die Ermittlungsbehörden mitteilten, handelt es sich um ein älteres, unverheiratetes Paar aus dem nahegelegenen Ortsteil Nauwalde, das bereits seit einiger Zeit vermisst wurde.
Die Frau war 64 Jahre alt, der Mann 67 Jahre. Beide galten im Ort als zurückgezogen lebend und waren laut Anwohnern seit mehreren Wochen nicht mehr gesehen worden. Der Fund der Leichen auf einem landwirtschaftlichen Gelände hatte Ende März für großes Aufsehen gesorgt.
Todesursache weiter unklar – kein Hinweis auf Fremdverschulden
Die rechtsmedizinische Untersuchung zu Todeszeitpunkt und -ursache ist noch nicht abgeschlossen. Nach aktuellem Stand gebe es jedoch keine Hinweise auf ein Tötungsdelikt, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ein Unfall oder ein Suizid sind weiterhin nicht ausgeschlossen.
Die Ermittlungen zur genauen Rekonstruktion der Ereignisse laufen weiter. Die Behörden bitten weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung, insbesondere zu den letzten bekannten Bewegungen des Paares.