Ein Jahr nach einer brutalen Gewalttat hat das Landgericht Siegen nun ein klares Urteil gesprochen: Die 32-jährige Frau, die Ende August 2024 in einem Shuttlebus zum Siegener Stadtfest drei junge Männer mit Messerstichen in den Hals schwer verletzte, ist zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden.
Nach Überzeugung der Richterin handelte die Angeklagte mit dem Ziel, „möglichst viele Menschen zu töten“. Die Tat sei heimtückisch, brutal und völlig überraschend erfolgt – ohne jegliche Vorwarnung oder erkennbares Motiv. Die Opfer überlebten nur durch glückliche Umstände und das schnelle Eingreifen von Ersthelfern.
Die Messerattacke, die sich mitten im öffentlichen Nahverkehr ereignete, hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Augenzeugen berichteten von Panik und Chaos im Bus. Die Täterin wurde noch am Tatort festgenommen.
Mit dem Urteil unterstreicht das Gericht die besondere Schwere der Schuld – eine Voraussetzung dafür, dass eine Entlassung nach 15 Jahren Haft in der Regel ausgeschlossen bleibt.
Die Entscheidung setzt ein klares Zeichen gegen wahllose Gewalt im öffentlichen Raum – und spricht zugleich den Überlebenden und ihren Familien ein Stück Gerechtigkeit zu.