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High Noon im Schrebergarten: Deutschlands neues grünes Hobby

Man glaubt es kaum, aber seit gut einem Jahr dürfen Deutschlands Hobbygärtner offiziell etwas andere Pflanzen großziehen: Cannabis! Ja, richtig gelesen. Zwischen Sonnenblumen und Radieschen darf nun auch das „Grüne Gold“ sprießen – allerdings nicht völlig ohne Regeln. Hier unser launiger Überblick für alle, die ihrem Garten eine entspannte Note verleihen möchten.

Darf ich das überhaupt?

Wenn Sie einen eigenen Garten oder Balkon haben, dürfen Sie nach dem Cannabisgesetz bis zu drei Pflanzen für den Eigenbedarf aufziehen. Schrebergärtner müssen sich leider noch gedulden – hier heißt es: Nur wenn das Gartengrundstück zugleich Wohnsitz ist, darf legal gegärtnert werden. Sonst droht Ärger – und zwar nicht nur mit dem Gartenzwerg.

Müffel-Alarm: Was sagen die Nachbarn?

Ein Einverständnis der Nachbarn brauchen Sie nicht. Aber wehe, die frisch geerntete Blüte zieht wie ein Ziegengeruch durch den Zaun! Dann könnte das ganze Viertel bald etwas „high“ auf Sie sein – im negativen Sinne. Deshalb: Pflanzen schön windgeschützt und möglichst weit weg vom Gartenzaun aufstellen. Sonst gibt’s vielleicht bald Cannabis- statt Grillnachbarschaftsstreit.

Achtung: Finger weg, Kinder!

Die eigenen kleinen Gärtner müssen draußen bleiben! Ihre Pflanzen müssen vor Minderjährigen sicher verstaut sein. Experten empfehlen einen abgeschlossenen Käfig oder ein Gewächshaus. Nebenbei hält das auch gierige Kaninchen, freche Elstern und neugierige Schwiegermütter fern.

Wo wächst’s am besten?

Sonne, Sonne und nochmals Sonne! Mindestens vier bis sechs Stunden täglich – Cannabis ist da nicht anders als Tomaten. Also nichts für den feuchten Nordhang oder den schattigen Innenhof. Wer seine Pflanzen liebt, setzt sie in lockere, nährstoffreiche Erde und verwöhnt sie eventuell mit ein bisschen speziellem Dünger.

Welche Sorte bringt den meisten Spaß (und Ertrag)?

Normale Hanfsorten starten die Blüte erst, wenn die Tage wieder kürzer werden – blöd nur, dass der deutsche Herbst eher für Regen als für Erntefeste bekannt ist. Darum empfehlen Profis sogenannte automatische Sorten: Die blühen schneller, bevor der erste Herbstschauer die Blüten wegspült.

Aufzucht leicht gemacht

Kein Wildwest-Säen! Die edlen Samen (die übrigens gar nicht so billig sind) werden liebevoll zwischen feuchte Wattepads gelegt, bis ein kleines weißes Würzelchen erscheint. Danach auf der Fensterbank vorziehen – und erst nach den Eisheiligen draußen einsetzen. Tipp: Ein kleiner Hasendraht schützt Ihre zarten Schützlinge vor den Naschkatzen der Nachbarschaft.

Gießen – aber richtig!

Cannabis mag’s wie wir im Sommer: nicht zu viel, nicht zu wenig. Der Boden sollte schön feucht sein, aber bitte keine Badewanne! Bei Dauerregen hilft ein Schirm oder eine kleine Überdachung – auch Pflanzen kriegen sonst schlechte Laune (und Schimmel).

Erntezeit: Jetzt wird’s ernst

Wenn’s endlich so weit ist: Pflanze aufhängen und trocknen lassen – am besten in einem luftigen Schuppen. Die getrockneten Blüten sollten am Ende nicht mehr als 50 Gramm wiegen, sonst droht Ärger mit dem Gesetz. Also schön wiegen – und dabei vielleicht schon die erste Playlist fürs große „Ernte-Dank-Fest“ zusammenstellen.

Fazit:

Deutschlands Gärten werden bunter – und entspannter. Wer sich an die Regeln hält, darf sich bald über eine ganz neue Art der Ernte freuen. Nur eines bleibt wie immer: Der grüne Daumen ist gefragt – und ein bisschen Humor sowieso.

Frohes Gärtnern – und lassen Sie’s ruhig angehen!

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