Nach einem verheerenden Jahresbeginn mit tödlichen Bränden in Kalifornien und zahlreichen Feuerwehreinsätzen an der Ostküste warnen Experten: Die Waldbrandsaison 2025 könnte eine der schlimmsten der letzten Jahre werden. Laut der Wetteragentur AccuWeather könnten bis zu 9 Millionen Hektar Land in den USA verbrennen – deutlich mehr als der historische Durchschnitt von 7 Millionen Hektar.
Bereits jetzt, im April, wurden rund 1 Million Hektar durch Brände in 20 Bundesstaaten zerstört. Besonders betroffen ist derzeit New Jersey, das doppelt so viele Feuer wie üblich verzeichnete.
„Der Feuersturm, der im Januar durch Südkalifornien zog, hat verheerende Schäden angerichtet. Familien und Unternehmen müssen sich auf ein weiteres aktives Feuerjahr vorbereiten“, sagte AccuWeather-Meteorologe Paul Pastelok.
Frühling: Höchstes Risiko im Südwesten und Osten
Im Frühjahr 2025 besteht die höchste Waldbrandgefahr in den dürregeplagten südlichen Ebenen und im inneren Südwesten der USA. Starker Wind, niedrige Luftfeuchtigkeit und kaum Regen haben dort für ausgetrocknete Vegetation gesorgt, die leicht Feuer fängt.
Auch entlang der US-Ostküste, von den Carolinas bis nach Florida, ist die Gefahr erhöht. Besonders Nord- und Südkarolina stehen im Fokus – aufgrund der massiven Sturmschäden durch Hurrikan Helene im Vorjahr, der viele Bäume entwurzelte. Diese abgestorbenen Bäume dienen nun als leicht entzündlicher Brennstoff.
Pastelok warnte: „Die Brandgefahr in den südlichen Appalachen wird in den kommenden Jahren weiter steigen, da die umgestürzten Bäume zunehmend austrocknen.“
Sommer: Eskalation in mehreren Regionen erwartet
Im Sommer rechnet AccuWeather mit einem deutlichen Anstieg der Feueraktivität im Nordwesten, den nördlichen Rocky Mountains, dem Südwesten und den zentralen Südstaaten. Obwohl die Saison langsam starten könnte, können sich unter zunehmender Hitze und Dürre sehr schnell massive Feuer entwickeln – insbesondere durch natürliche Auslöser wie Blitze oder Wind.
Auch Kalifornien bleibt gefährdet – dort werden die meisten Brände jedoch erst später im Jahr erwartet.
90 % der Brände sind menschengemacht
Zwar spielen Klimafaktoren wie Hitze, Dürre oder Blitzschläge eine Rolle, doch laut Experten sind etwa 90 % aller Waldbrände in den USA vom Menschen verursacht. Häufige Auslöser sind Zigaretten, Lagerfeuer, Feuerwerkskörper, defekte Stromleitungen oder Funken von Fahrzeugen und Geräten.