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Hinrichtung in Alabama: James Osgood stirbt für „Hollywood-inspirierte“ Vergewaltigung und Mord

12019 (CC0), Pixabay

Der 55-jährige James Osgood wurde am Donnerstag in Alabama durch eine tödliche Injektion hingerichtet. Ihm wurde die brutale Vergewaltigung und Ermordung der 44-jährigen Tracy Lynn Wilemon im Jahr 2010 zur Last gelegt. Die Tat, von der ein Staatsanwalt sagte, sie sei von einer Hollywood-Folterszene inspiriert gewesen, wurde gemeinsam mit Osgoods damaliger Partnerin Tonya Vandyke verübt – die zugleich Wilemons Cousine war.

Ein grausames Verbrechen

Osgood und Vandyke überfielen Wilemon in ihrem Schlafzimmer. Laut Geständnis wurden sexuelle Handlungen erzwungen, bevor Osgood ihr mehrfach die Kehle durchschnitt und sie schließlich mit einem Messer in den Rücken stach. Er sagte später:

„Ich sah die Angst in ihren Augen. Ich sagte ihr, sie soll aufhören zu kämpfen. Ich entschuldigte mich sogar bei ihr.“

Während des Prozesses beschrieb die Staatsanwaltschaft die Tat als Teil einer „verdrehten Fantasie“, die Osgood in vollem Bewusstsein ausgeführt habe.

„Das, was andere zum Erbrechen bringt, hat ihn erregt“, sagte Staatsanwalt C.J. Robinson.

Kein Gnadengesuch, keine Reue?

Osgood verzichtete auf alle Berufungen, entließ seine Anwälte und erklärte vor Gericht, dass er für seine Tat die Todesstrafe verdiene.

„Ich habe es vermasselt. Ich verdiene das Urteil.“

Dennoch war seine Hinrichtung nicht ohne Komplikationen: Laut Gefängnisleitung benötigte das medizinische Team fünf Versuche, um die tödliche IV-Linie korrekt zu legen.

Die Opferfamilie: Trauer, aber auch Vergebung

Tracy Lynn Wilemon, eine fürsorgliche Mutter, befand sich nach einer Scheidung gerade im Neuaufbau ihres Lebens. Sie arbeitete im Pflegebereich, sparte Geld für einen Besuch bei ihrer Tochter in Arizona und plante eine neue Zukunft.

Ihre Stiefschwester, Trish Jackson, beschrieb sie als liebevoll, stark und lebensfroh:

„Sie war sehr geliebt. Sie hätte eine wunderbare Großmutter sein können.“

Jackson und ihre Stiefmutter reisten zur Hinrichtung nach Alabama. Obwohl sie Osgood vergeben haben, stimmen sie mit der Todesstrafe überein.

„Er verdient das. Ich habe mit mir gerungen, aber es war Gottes Wille.“

Hintergrund zu Osgood

Laut Gerichtsakten hatte Osgood eine traumatische Kindheit: Seine drogenabhängige Mutter wurde ermordet, er wurde mehrfach misshandelt, hatte früh sexuelle Kontakte, war in psychiatrischer Behandlung und zeigte Zeichen einer antisozialen Persönlichkeitsstörung.

Trotz allem, sagte seine letzte Anwältin, sei Osgood für viele mehr gewesen als seine schlimmste Tat.

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