Aktenzeichen: IN 1169/23
Amtsgericht Nürnberg, 24. April 2025
Nach über eineinhalb Jahren im Zeichen insolvenzrechtlicher Unsicherheit verzeichnet das Verfahren über das Vermögen der PROJECT PW Albrechtstraße 87 Berlin GmbH & Co. KG eine bemerkenswerte Entwicklung: Am 24. April 2025 hat das Amtsgericht Nürnberg als zuständiges Insolvenzgericht die zuvor ergriffenen Sicherungsmaßnahmen aufgehoben.
Das betroffene Unternehmen mit Sitz in der Kürschnershof 2 in 90403 Nürnberg war im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter der Nummer HRA 18130 eingetragen. Als Kommanditgesellschaft wurde es vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin PROJECT 4. Wohnen GmbH, wiederum gesetzlich repräsentiert durch den Geschäftsführer Bernard Marc Oliver.
Mit den Beschlüssen vom 1. und 11. September 2023 waren Sicherungsmaßnahmen gemäß der Insolvenzordnung angeordnet worden. Diese dienen dem Zweck, das Vermögen der Schuldnerin vor nachteiligen Veränderungen zu schützen, insbesondere in der Phase zwischen Antragstellung und einer möglichen Verfahrenseröffnung. Typischerweise umfasst dies Einschränkungen in der Verfügungsmacht oder die Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters.
Die Aufhebung dieser Maßnahmen durch das Gericht ist ein deutliches Signal: Entweder hat sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft in entscheidender Weise stabilisiert, oder es wurde aus rechtlicher Sicht festgestellt, dass ein Insolvenzgrund nicht (mehr) gegeben ist. Beide Szenarien würden bedeuten, dass der Weg für eine Rückkehr zur unternehmerischen Eigenverantwortung frei wird.
Was dies konkret für die PROJECT PW Albrechtstraße 87 Berlin GmbH & Co. KG bedeutet – ob eine Sanierung gelungen ist, ein Insolvenzverfahren endgültig vermieden wurde oder andere außergerichtliche Lösungen gefunden wurden – bleibt dem öffentlichen Beschlusstext zwar vorbehalten, doch die Aufhebung der Sicherungsmaßnahmen markiert zweifellos einen positiven Meilenstein im Verfahren.
Damit endet zumindest formell ein langwieriger und potenziell existenzbedrohender Abschnitt in der Unternehmensgeschichte – ein Schritt zurück in Richtung unternehmerischer Stabilität und operativer Selbstständigkeit.
Amtsgericht Nürnberg, 24. April 2025