Aktenzeichen: 1542 IN 1279/24
Am 23. April 2025 hat das Amtsgericht München im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Baustil Wohn- und Gewerbebau GmbH & Co. KG mit Sitz in Grünwald eine vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Die Maßnahme dient dem Schutz der verbliebenen Vermögenswerte und soll verhindern, dass es bis zur Entscheidung über die Eröffnung des eigentlichen Verfahrens zu nachteiligen Veränderungen kommt.
Die Schuldnerin wird vertreten durch ihre Komplementärin, die BAUSTIL Verwaltungs GmbH, deren Geschäftsführer Martin Wöhr ist. Eingetragen ist die Gesellschaft unter der Handelsregisternummer HRA 98145 beim Amtsgericht München.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der erfahrene Münchner Rechtsanwalt Dr. jur. Michael Schuster bestellt. Seine Kanzlei befindet sich in der Franz-Joseph-Straße 8, 80801 München. Er übernimmt ab sofort die zentrale Rolle bei der Überwachung und Sicherung der wirtschaftlichen Abläufe der Schuldnerin.
Im Rahmen der gerichtlichen Anordnung ist es der Schuldnerin untersagt, ohne Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters Verfügungen über ihr Vermögen vorzunehmen. Dies betrifft ausdrücklich auch die Einziehung offener Forderungen. Ziel ist es, unkontrollierte Liquiditätsabflüsse zu verhindern und die Gläubigerinteressen abzusichern.
Rechtsmittel möglich
Gegen diesen Beschluss kann die sofortige Beschwerde eingelegt werden. Sie ist binnen zwei Wochen beim Amtsgericht München, Pacellistraße 5, 80333 München einzureichen – entweder schriftlich oder zur Niederschrift bei der Geschäftsstelle. Maßgeblich für den Fristbeginn ist der Zeitpunkt der Verkündung, Zustellung oder der öffentlichen Bekanntmachung im Internet über www.insolvenzbekanntmachungen.de.
Auch eine elektronische Einreichung ist möglich, sofern sie den technischen Vorgaben entspricht – etwa durch qualifizierte elektronische Signatur oder über das besondere elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP).
Mit dieser Maßnahme wird ein bedeutender Schritt in Richtung einer möglichen Sanierung oder geordneten Abwicklung des Unternehmens gemacht. Ob es tatsächlich zur Verfahrenseröffnung kommt, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden. Bis dahin liegt die Verantwortung für die Stabilisierung der Unternehmensverhältnisse in den Händen von Dr. Schuster.