Nach einem möglichen Haiangriff vor der Mittelmeerküste Israels sind am Donnerstag die sterblichen Überreste eines Mannes auf dem Meeresboden entdeckt worden. Wie der israelische Rettungsdienst ZAKA mitteilte, wurden die Funde in der Nähe der Stadt Hadera gemacht – rund 50 Kilometer nördlich von Tel Aviv. Die Überreste sollen nun forensisch untersucht und eindeutig identifiziert werden.
Demnach ging am Mittwochnachmittag ein Notruf ein, dass ein Mann im Meer von einem Hai gebissen worden sei. Rettungskräfte begannen daraufhin eine stundenlange Suche entlang der Küste, konnten jedoch zunächst keine Person auffinden.
In der betroffenen Region halten sich zwischen November und Mai regelmäßig Sandbank- und Schwarzhaie auf. Die Tiere werden durch das warme Kühlwasser eines nahe gelegenen Kraftwerks angezogen, das ins Meer geleitet wird. Experten zufolge gelten diese Haiarten als weitgehend ungefährlich für Menschen.
Welche Haiart konkret für den mutmaßlichen Angriff verantwortlich sein könnte, ist bislang unklar. Haiangriffe sind in Israel äußerst selten.
Israelischen Medien zufolge handelt es sich bei dem vermissten Mann um einen etwa 40-jährigen Bewohner eines Vororts von Tel Aviv. Offizielle Angaben zur Identität stehen jedoch noch aus.
Die Behörden haben keine weiteren Warnungen für die Küstenregion ausgesprochen, betonen jedoch, dass Schwimmer und Taucher in der Umgebung vorsichtig sein sollten.