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Kirchengemeinde in Milwaukee kann geplante Baumpflanzung wegen Fördermittel-Stopp nicht umsetzen

GabrielDouglas (CC0), Pixabay

In Milwaukee, im Stadtteil Harambee, wollte die Solomon Community Temple United Methodist Church auf ihrem Grundstück 16 einheimische Bäume pflanzen, um mehr Grünflächen in die betroffene Nachbarschaft zu bringen. Finanziert werden sollte das Projekt mit rund 28.000 US-Dollar aus einem Fördertopf der US-Regierung, der unter Präsident Joe Biden im Rahmen des „Inflation Reduction Act“ eingerichtet wurde. Das Geld war Teil einer 1,5-Milliarden-Dollar-Initiative zur Begrünung von Städten, die vor allem benachteiligten Vierteln zugutekommen sollte.

Mit dem Amtsantritt von Donald Trump wurde jedoch die Auszahlung dieser Fördermittel gestoppt, da die neue Regierung sämtliche Klima- und Umweltprogramme überprüft – insbesondere solche mit Fokus auf Diversität, Gerechtigkeit und Inklusion. Davon betroffen ist auch die Organisation Faith in Place, die knapp 1,9 Millionen US-Dollar erhalten hatte, um das Geld an insgesamt 59 gemeinnützige Gruppen im Mittleren Westen weiterzuleiten.

Die Kirchengemeinde zeigt sich entschlossen, trotz fehlender Fördermittel weiter aktiv zu bleiben: Selbst wenn nur ein einziger Baum gepflanzt werden könne, wolle man etwas bewirken, so Projektleiterin Katharine Goray. Zusätzlich plane die Kirche, durch andere Fördergelder 500 heimische Pflanzen auf ihrem Grundstück zu setzen.

Der Fall ist Teil einer größeren politischen Auseinandersetzung um die künftige Ausrichtung der US-Klimapolitik. Umweltorganisationen wie Earthjustice haben inzwischen Klage gegen die Regierung eingereicht, um die Auszahlung bereits bewilligter Gelder zu erzwingen. Dabei geht es nicht nur um ökologische, sondern auch um soziale Gerechtigkeit, denn Stadtteile wie Harambee leiden überdurchschnittlich stark unter dem Mangel an Bäumen, Hitzeinseln im Sommer und einer geringeren Lebensqualität infolge jahrzehntelanger Benachteiligung.

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