Wer ab dem 1. Mai 2025 einen neuen Personalausweis oder Reisepass beantragen möchte, muss ein digitales Passfoto einreichen. Mit dieser Änderung will die Bundesregierung mehr Sicherheit vor Missbrauch und Fälschungen bei Ausweisdokumenten schaffen.
Wie die geschäftsführende Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) mitteilte, können die Fotos künftig direkt vor Ort in Bürgerämtern aufgenommen oder von zertifizierten Fotostudios digital und verschlüsselt in eine speziell gesicherte Cloud hochgeladen werden.
Rund 3.000 Bürgerämter deutschlandweit – etwa die Hälfte aller Ämter – sollen zum Starttermin Anfang Mai mit dem neuen System arbeiten können. Weitere sollen im Laufe des Jahres folgen.
Die Umstellung auf digitale Passbilder ist Teil einer umfassenderen Digitalisierungsstrategie im Bereich der öffentlichen Verwaltung. Ziel ist es, Manipulationen zu verhindern und den Antragsprozess effizienter zu gestalten. Gleichzeitig soll durch den digitalen Weg sichergestellt werden, dass die Fotos den biometrischen Anforderungen für Ausweisdokumente genau entsprechen.
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Das klassische Papierbild verliert zunehmend an Bedeutung. Wer sein Foto beim Fotografen machen lässt, sollte künftig darauf achten, dass das Fotostudio zertifiziert ist und den sicheren Upload in die Passbild-Cloud anbietet.
Innenministerin Faeser bezeichnete die Neuerung als „wichtigen Schritt in Richtung moderner, digitaler Verwaltung“ – und als Beitrag zur Sicherheit im internationalen Reiseverkehr.